28.02.12

Online-Auktionshaus Ebay-Einkäufe können nicht mehr direkt bezahlt werden

Von abendblatt.de
Für mehr Käufersicherheit geht das Geld künftig an Ebay. Private Verkäufer erhalten das Geld dann von Ebay anch sieben Tagen

Foto: REUTERS

Für mehr Sicherheit können Waren ab Sommer nicht mehr direkt bezahlt werden. Das Geld geht an Ebay, Verkäufer müssen sieben Tage warten.

Berlin. Das Online-Auktionshaus ändert seine Zahlungsmodalitäten. Die wichtigste Neuerung ab Sommer: Die ersteigerten oder gekauften Artikel werden nicht mehr direkt beim Verkäufer, sondern zunächst an Ebay bezahlt. Das soll den Käufern mehr Sicherheit bringen, erläuterte Ebay den Schritt am Dienstag. Private Verkäufer werden mit dem neuen System sieben Tage auf ihr Geld warten müssen, für gewerbliche Verkäufer wird eine zusätzliche Gebühr von zwei Prozent eingeführt.

Bezahlt werden kann per Banküberweisung, Kreditkarte oder Lastschrift sowie über den hauseigenen Zahlungsdienstleister PayPal oder den ähnlichen Dienst Skrill (früher Moneybookers). Wenn das Geld an Ebay bezahlt wurde, bekommt der Verkäufer Bescheid und muss den Artikel losschicken. Ab dem Moment, wo er als versendet markiert wurde, starten die unterschiedlichen Auszahlungsfristen. Für gewerbliche Verkäufer, die eine längere Ebay-Historie habe und den Mindeststandards der Plattform genügen, liegt sie bei einem Tag.

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Alle anderen gewerblichen Anbieter müssen auf ihr Geld sieben Tage plus die erwartete Versanddauer warten. Mit der zusätzlichen Gebühr sind alle Zahlungswege abgedeckt – das heißt, auch die heutige separate PayPal-Gebühr entfällt, wie Ebay-Sprecherin Maike Fuest betonte. Auf private Verkäufer kommen keine zusätzlichen Kosten zu, und auch sie werden die bisherige PayPal-Gebühr nicht bezahlen müssen.

Eine Banklizenz benötigte Ebay für das neue System nicht, weil es kein erlaubnispflichtiger Dienst sei, sagte Fuest. (dpa/abendblatt.de)