Langnese wird weich: Nogger Choc ist zurück

Foto: LANGNESE

Für viele Tausend Speiseeis-Freaks ist die Welt wieder in Ordnung - und dies verdanken sie einem Hamburger Studenten.

Für viele Tausend Speiseeis-Freaks ist die Welt wieder in Ordnung - und dies verdanken sie einem Hamburger Studenten. Denn Benjamin G. schaffte das scheinbar unmögliche: Auf seine Initiative hin brachte der Branchenriese Langnese das von zahlreichen Fans offenbar schmerzlich vermisste "Nogger Choc" wieder auf die Eiskarte zurück.

Was war geschehen? Im Jahr 2001 nahm der Hamburger Konzern die 1986 eingeführte Stieleis-Variante mit Nougatkern vom Markt. Nachdem Benjamin G. "mit unzähligen Leuten aus ganz Deutschland über dieses wichtige Thema gesprochen" hatte, beschloss er, sich mit dem Ende seines Lieblingseises nicht einfach abzufinden. Er verfasste eine Internet-Petition (unter www. petition online.com/ renogger/ petition. html), die von nahezu 5000 Gleichgesinnten unterzeichnet wurde. Daraufhin gründete sich im Online-Studentennetzwerk studiVZ eine Gruppe namens "Nogger Choc Vermisser", der schon bald mehr als 16 000 Mitglieder angehörten. Sie wandten sich in Hunderten von E-Mails an den "geschätzten Eishersteller" mit der Forderung, diese "Legende der Eiskultur", diesen wahren "Eistitanen" in die Kühltruhe zurückzulegen.

Mit ihren teils herzergreifenden Bitten brachten sie die Front der kühl kalkulierenden Produktmanager schließlich zum Schmelzen: Nogger Choc ist wieder da. Aber nicht nur das: Langnese stellte sogar eine Videobotschaft ins Netz, in der sich ein selbst eher studentisch aussehender Marketing Director im schwarzen T-Shirt bei den "lieben Nogger Choc Vermissern" dafür bedankt, dass sie dem Unternehmen geholfen haben, eine "schwere Fehlentscheidung" zu korrigieren: "Ihr seid großartig!"

Und wie reagieren die Eisfans? Sie danken ebenfalls - natürlich im Internet. Einer der Kommentare: "Mein Leben hat wieder einen Sinn!"