22.11.12

Produktion eingestellt

Würmer, Maden und Schaben in Großbäckerei entdeckt

Kontrolleure haben bei einer Routinekontrolle in einer Bäckerei in Unterfranken Schädlige gefunden. Die Backstube ist seitdem stillgelegt.

Foto: dapd
Die Kontrolleure fanden Schaben, Kornkäfer, Mehlwürmer und Maden in der Bäckerei (Symbolbild)
Die Kontrolleure fanden Schaben, Kornkäfer, Mehlwürmer und Maden in der Bäckerei (Symbolbild)

Alzenau. Wegen massiven Schädlingsbefalls hat ein Bäckereibetrieb im unterfränkischen Alzenau seine Produktion einstellen müssen. Bei einer Routinekontrolle waren Ende Oktober zahlreiche Mängel aufgefallen, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. Seitdem ruhe die Produktion, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Landratsamts Aschaffenburg und bestätigte einen Bericht des Bayerischen Rundfunks.

Die Bäckerei betreibt nach eigenen Angaben zehn Filialen im Raum Alzenau und Hanau und beschäftigt etwa 80 Mitarbeiter. Sie stellt Tiefkühl- und frische Backwaren her.

Die Geschäftsführung der Bäckerei versicherte, dass es "aktuell keine Gesundheitsgefahren für den Verbraucher gibt und die Produktion keinen Schädlingsbefall aufweist". Sie arbeite mit einer professionellen Schädlingsbekämpfungsfirma zusammen und habe Maßnahmen ergriffen, "um einem Schädlingsbefall künftig auch dauerhaft entgegenzuwirken". Das Unternehmen will die Produktion in der kommenden Woche wieder aufnehmen.

Dem Sprecher des Landratsamts zufolge fanden die Kontrolleure Schaben, Kornkäfer, Mehlwürmer und Maden in der Bäckerei. "Meines Wissens nach waren die Tiere nicht in den Produkten, deshalb gab es auch keinen Rückruf." Beanstandet wurden zudem stark verschmutzte Maschinen, Böden, Wände und Ausrüstungen. Die Bäckerei sei wegen Hygienemängeln in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal aufgefallen. Deshalb habe die Behörde diesmal auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Betrieb werde erst wieder freigegeben, wenn die Inspektoren nach ihrer Kontrolle grünes Licht geben: "Dann muss aber wirklich alles tipptopp sein."

Die Landtagsgrünen forderten, dass Verbraucher noch direkter über solche Missstände informiert werden. Das LGL veröffentlicht gravierende Fälle im Internet. Für Verbraucher sei es allerdings beschwerlich, vor dem Einkauf die Internetliste danach zu durchsuchen, ob ihr Händler dort negativ vermerkt sei. "Die Grünen fordern deshalb (..) die Veröffentlichung der Kontrollergebnisse an der Ladentür", sagte Anne Franke, Sprecherin für Verbraucherschutz. Mit einem normierten Kontrollsystem hätten die Betriebe zudem die Chance, dass sie durch eine schnelle Beseitigung der Mängel auch wieder aus dem Register gelöscht würden.

Seit Bekanntwerden des Hygieneskandals bei Müller-Brot im Februar haben die Behörden im Freistaat bereits mehrfach kleinere Bäckereien wegen ähnlicher Mängel geschlossen. In der oberbayerischen Großbäckerei hatten Kontrolleure Kakerlaken, Schaben und Mäusekot gefunden.

dpa
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