18.11.12

Luftfahrt-Studie Jeder dritte Pilot ist schon einmal im Cockpit eingeschlafen

pilote and co pilote in a boeing 737

Foto: pa/Ton Koene

pilote and co pilote in a boeing 737

Die European Cockpit Association hat 6.000 Piloten zum Thema Übermüdung befragt und ist zu einem beunruhigenden Ergebnis gekommen.

Berlin. Jedem dritten Piloten sind schon einmal im Cockpit ohne Absprache mit seinem Co-Piloten die Augen zugefallen. Das ergibt eine Studie zum Thema Übermüdung der European Cockpit Association (ECA), die die Ergebnisse von Befragungen von 6.000 Piloten aus ganz Europa zusammenfasst. "Bild am Sonntag" zitiert aus den Ergebnissen, dass neun von zehn Piloten schon einmal zu müde waren, um weiterzufliegen. Vier von fünf deutschen Piloten gaben an, dass sie aus Müdigkeit bereits Fehler gemacht hätten.

Piloten sind teilweise bis zu 28 Stunden im Dienst. Anfang Oktober hatte die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) eine Änderung der EU-Regeln vorgeschlagen. Demnach würden elf bis 13 Stunden lange Flugdienste erlaubt werden. Die Pilotenvereinigung Cockpit wehrt sich. Bereits rund zehn Stunden lange Flugdienste in der Nacht würden laut Wissenschaftlern zu Ermüdungserscheinungen führen. Landungen im Nebel, bei Schnee oder Gewitter ließen aber keinen Spielraum für Erschöpfung.