08.11.12

Weinführer 2013

Gault Millau kürt Badener zum "Winzer des Jahres"

Der "Winzer des Jahres" kommt laut der Weinkritiker von Gault Millau aus Baden-Württemberg. Auch rheinland-pfälzische Winzer ausgezeichnet.

Foto: pa/dpa
Deutsche Wein- und Sommelierschule in Berlin
Weinkritiker bei der Arbeit (Symbolbild)

Mainz. Die Kritiker des Gault Millau WeinGuide Deutschland 2013 haben Joachim Heger aus dem badischen Ihringen am Kaiserstuhl zum "Winzer des Jahres" gekürt. Heger produziere seit Jahrzehnten Weißburgunder von allererster Güte, sagte Chefredakteur Joel Payne bei der Buchvorstellung am Donnerstag in Mainz. "Nun haben auch seine Spätburgunder zur badischen Spitze aufgeschlossen."

Drei weitere Auszeichnungen gingen nach Rheinland-Pfalz. Als "Aufsteiger des Jahres" bezeichnet der Weinführer den Nahe-Winzer Karsten Peter vom Gut Hermannsberg in Niederhausen. Er habe "ein Sortiment aus einem Guss", erklärte Payne.

"Entdeckung des Jahres" ist diesmal das Weingut Josten & Klein aus Remagen-Kripp. Das 2011 gegründete Gut besitzt Reben am Mittelrhein und an der Nahe. Für die "Kollektion des Jahres", also ein herausragendes Gesamtangebot, wurde der Pfälzer Hansjörg Rebholz ausgezeichnet.

Außerdem ehrte der Gault Millau den Sommelier Thomas Sommer aus Bergisch Gladbach in Nordrhein-Westfalen und den Berliner Gastwirt Jianhua Wu. Der Chinese zeige beispielhaft, wie gut gereifte Weine mit der asiatischen Küche harmonierten.

Payne lobte die "großen Weine" des Jahrgangs 2011". Doch die von vielen erhoffte "Reihe grandioser 11er-Jahrgänge" – 1811, 1911, 2011 - sieht er nicht. Beim aktuellen Jahrgang seien vielmehr die einfachen Weine zu loben. "Selbst zahlreiche Literweine können Trinkfreude auslösen." Der Gault Millau WeinGuide erscheint im 20. Jahrgang. Er geht auf den einflussreichen Gourmet-Führer der französischen Journalisten Henri Gault und Christian Millau zurück.

Guide Michelin und Gault Millau

Der "Guide Michelin" und der "Gault Millau" sind die Standardwerke der Spitzengastronomie.

"Michelin" blickt auf eine längere Tradition zurück, im Jahr 1900 publizierten die Brüder André und Edouard ihren ersten Führer für die damals wenigen Autofahrer und gaben Tipps für Werkstätten in Frankreich.

1910 erschien der erste "Guide Michelin" für Deutschland, 1926 wurde das Sterne-System eingeführt.

Der "Gault Millau" erschien 1969 erstmals in Frankreich, gegründet von den Journalisten Henri Gault und Christian Millau.

Sie schrieben von Anfang an über kulinarische Genüsse, 1983 kam die erste deutsche Ausgabe heraus, die seit 1993 um einen Wein-Guide ergänzt wird.

Beide Publikationen sind mittlerweile auch online vertreten und haben Apps für Smartphones.

Der "Guide Michelin" umfasst 45.000 Adressen in 23 Ländern.

Ausgezeichnet wird immer die ganzheitliche Leistung eines Restaurants – nicht nur der Chefkoch, sondern auch sein ganzes Team müssen Spitzenleistungen erbringen.

Der Tester, der wie auch beim "Gault Millau" anonym bleibt, bewertet mehrere Essen und den Service, die Vergabe der Sterne wird dann mit dem Chefredakteur des "Michelin Guides" und einem weiteren Direktor abgestimmt.

Punkten können Küchen, die hochwertige Inhaltsstoffe verwenden und sie mit besonderen Fähigkeiten kombinieren.

Beim mehr als 900 Seiten starken "Gault Millau" spielen ähnliche Kriterien eine Rolle.

Frische wird groß geschrieben, außerdem sollen die verwendeten Produkte möglichst ihren Eigengeschmack behalten.

Die Tester vergeben keine Sterne, sondern Punkte von 0 bis 20, in Deutschland werden höchstens 19,5 vergeben.

dpa
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