07.11.12

Nach Wirbelsturm "Sandy"

US-Ostküste bereitet sich auf den nächsten Sturm vor

Hunderttausende an der US-Ostküste sind immer noch ohne Strom, Licht, Wasser und Heizung. Und der nächste Wintersturm nähert sich.

Foto: REUTERS
Wegen des nahenden Sturms fielen erneut viele Flüge aus
Wegen des nahenden Sturms fielen erneut viele Flüge in New York aus

New York. Nur rund eine Woche nach dem verheerenden Wirbelsturm "Sandy" bereiten sich die betroffenen Gebiete an der US-Ostküste auf das nächste Unwetter vor. Ein Wintersturm sollte Meteorologen zufolge am Mittwochabend (Ortszeit) auf die Bundesstaaten New York und New Jersey treffen und Kälte, Regen, Schnee und starke Windböen mit sich bringen. Auch Überschwemmungen seien möglich. Dutzende Menschen, die in tiefer gelegenen Gebieten leben, wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, berichtete die "New York Times". Zahlreiche Flüge von und nach New York wurden gestrichen.

Der neue Sturm soll Experten zufolge zwar deutlich schwächer als sein Vorgänger sein – er trifft aber auf eine von "Sandy" teils bereits schwer verwüstete Region, die noch lange nicht wieder zum Alltag zurückgekehrt ist. Hunderttausende leben besonders in New York und New Jersey derzeit weiter ohne Strom, Licht, Wasser und Heizung. "Einige der tiefer liegenden Gebiete – besonders die, die bereits überflutet worden sind – sind gerade sehr verletzlich", sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg.

In Rockaway, einem von "Sandy" bereits schwer betroffenen Stadtteil New Yorks, wurden mehrere Altenheime evakuiert und die rund 600 Bewohner in andere Einrichtungen verlegt. Parks und Spielplätze der Millionenmetropole – von denen viele gerade erst wieder geöffnet worden waren – mussten auf Anweisung von Bürgermeister Bloomberg vorübergehend erneut geschlossen werden. Auf Baustellen unter freiem Himmel durfte nicht mehr gearbeitet werden. Die Menschen sollten sich möglichst nicht mehr auf der Straße aufhalten.

Sandy war vor rund einer Woche über die US-Ostküste hinweggefegt und hatte mindestens 110 Menschen in den Tod gerissen. Zuvor waren in der Karibik bereits 67 Menschen ums Leben gekommen, als "Sandy" dort tobte.

Verheerende Wirbelstürme in den USA

Hurrikane wie "Sandy" treffen neben Mittelamerika und der Karibik auch immer wieder die USA. Beispiele aus den vergangenen Jahren:

August 2011: Hurrikan "Irene" bedroht die Ostküste. Mehrere Bundesstaaten erklären vorsorglich den Notstand. New York stoppt U-Bahnen sowie Schiffs- und Flugverkehr. Der Sturm, der in North Carolina mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern auf Land trifft, ist weniger verheerend als erwartet.

Dennoch gibt es große Schäden. Millionen sind zeitweilig ohne Strom. Mindestens 45 Menschen sterben. Die Stadt New York bleibt weitgehend verschont.

September 2010: Hurrikan "Earl" tobt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern vor der nordamerikanischen Ostküste. In mehreren US-Staaten wird der Notstand ausgerufen, für North Carolina sogar Katastrophenalarm.

Der Sturm schwächt sich aber ab und richtet keine größeren Schäden an. In Kanada kommt ein Mensch ums Leben.

September 2008: Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 170 Stundenkilometern und Überschwemmungen tobt der Hurrikan "Ike" über der texanischen Golfküste.

Mindestens 92 Menschen kommen ums Leben. 4,5 Millionen Menschen im Großraum Houston sind ohne Strom.

September 2005: Hurrikan "Rita" löst an der US-Golfküste in den Bundesstaaten Texas und Louisiana schwere Überschwemmungen aus. Der Sturm erreicht bis zu 200 Stundenkilometer.

Zwischenzeitlich müssen mehr als eine Million Menschen die Küstenregion verlassen. Mindestens 119 Menschen sterben.

August 2005: "Katrina" wütet in den US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Florida, Georgia und Alabama und tötet mehr als 1800 Menschen.

New Orleans wird weitgehend zerstört. Etwa 1,3 Millionen Menschen entlang der US-Golfküste verlieren ihr Hab und Gut.

dpa
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