Handball-Bundesliga HSV verliert Heimspiel gegen Löwen – Kiel besiegt Flensburg

Der HSV konnte ohne Kraus und Lackovic nicht mithalten und kassierte wie schon gegen Kiel vor der Nationalmannschaftspause eine Niederlage.

Hamburg/Kiel. Tabellenführer Rhein-Neckar-Löwen hat seine makellose Bilanz auch im schweren Auswärtsspiel beim HSV Hamburg gewahrt. Die Badener gewannen am Mittwoch mit 30:23 (14:10) und behaupteten sich vor dem THW Kiel an der Spitze der Handball-Bundesliga. Der Rekordmeister setzte sich im 51. Nordderby gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 34:27 (15:13) durch und bleibt den Löwen mit nur einem Verlustpunkt auf den Fersen. Im Nachholspiel gewann der Champions-League-Sieger am Mittwoch auch den 14. Vergleich in Serie gegen den Rivalen.

Der HSV konnte ohne seinen Spielmacher Michael Kraus (Wadenverletzung) und Blazenko Lackovic (Fingerbruch) nicht mithalten und kassierte wie schon gegen Kiel vor der Nationalmannschaftspause eine Niederlage. Damit müssen die Hanseaten mit nun schon acht Minuspunkten um einen Champions-League-Platz zittern. Bester Werfer der Partie war Uwe Gensheimer, der für die Löwen zwölfmal traf.

Eine Niederlage wollte SG-Coach Ljubomir Vranjes unbedingt verhindern, aber ohne Michael Knudsen (Fieber) war es schwer. Die Flensburger um den starken Anders Eggert (zwölf Tore) hielten lange mit, acht Minuten vor Schluss führte der THW dann aber uneinholbar mit sechs Toren. Bester Werfer der Gastgeber war Daniel Narcisse (sieben). Damit ist Kiel seit 47 Bundesliga-Partien unbesiegt.

In der hitzig geführten Begegnung setzte die SG erstmals Florian von Gruchalla ein, der nach der Verletzung von Lasse Svan Hansen bis zum Saisonende einen Vertrag erhielt. Der 23-Jährige ist nach der Insolvenz von Post Schwerin sofort spielberechtigt. Der Rechtsaußen nahm erst zwei Tage vor dem Spiel gegen Kiel am Training teil. In den bisherigen acht Spielen für Schwerin erzielte er 54 Tore. Zuvor spielte von Gruchalla bei der HSG Düsseldorf und Bayer Dormagen.