31.12.12

Baustellen des FC St. Pauli

Zu ineffektiv - also mehr Tore, bitte!

St. Pauli ist die ineffektivste Mannschaft der 2. Liga. In der Vorbereitung auf 2013 gibt es noch viel zu tun.

Foto: dpa
FC St. Pauli - 1. FC Kaiserslautern
St. Paulis Daniel Ginczek kam zum Ende der Hinserie gut in Schuss - aber auch er hätte noch mehr Tore erzielen können

Hamburg. Der Blick auf die Tabelle der Zweiten Bundesliga, speziell auf die Torbilanz, zeigt schnell und deutlich, welches das größte Problem des FC St. Pauli in der zweiten Jahreshälfte war. 18 Tore in 19 Spielen hat die Mannschaft erzielt - der schlechteste Wert der Liga. Es gibt viele Faktoren, die diese magere Ausbeute erklären. Ein Blick auf die Statistik zeigt, worauf Michael Frontzeck bauen kann und woran die Mannschaft in der Rückrunde noch arbeiten muss.

Neunmal torlos: Die Zahlen sind alarmierend. Zwar erarbeitet sich der FC St. Pauli genug Großchancen, kreiert ausreichend Tormöglichkeiten und schießt insgesamt öfter aufs Tor als die Gegner, allerdings landen zwei Drittel aller abgegebenen Torschüsse neben oder über dem Tor. Nur jeder 15. Abschluss ist von Erfolg gekrönt, ein Tor aus mehr als 18 Meter Entfernung gab es in dieser Saison noch gar nicht, neunmal blieb St. Pauli torlos, und vor der Halbzeitpause erzielten die Braunweißen lediglich vier (!) Treffer. Das ist viel zu wenig. Ein Grund für die magere Ausbeute: Die Flanken und Standards kommen nicht an. Nur 22 Prozent der Hereingaben finden einen Abnehmer, lediglich drei Tore fielen nach ruhenden Bällen (Ecken). Auch damit ist St. Pauli Ligaschlusslicht.

Dauersprinter: Die Ausbeute gegen Ende des Spiels, in der Vergangenheit häufig eine Stärke des Klubs, lässt zu wünschen übrig. Nur zwei Treffer erzielte St. Pauli in der letzten Viertelstunde, musste in derselben Zeit jedoch fünf Gegentreffer hinnehmen, drei davon entschieden die Partie zu Ungunsten der Hamburger. Mangelnde Fitness ist der Elf von Frontzeck jedoch nicht vorzuwerfen. In zwölf von 19 Spielen legten seine Spieler mehr Kilometer sprintend zurück als der Gegner. Auch im Eins-gegen-eins-Spiel ist die Bilanz positiv. Insgesamt gewinnt St. Pauli 51 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte in zwölf Spielen mehr Ballbesitz als der Gegner.

Unfair in der Krise: St. Pauli spielt grundsätzlich weniger foul. Es fällt jedoch auf, dass die Mannschaft die Krise mit unfairen Mitteln zu bekämpfen versuchte. Vom 6. bis zum 10. Spieltag, als St. Pauli keinen Sieg landete und auf einen Abstiegsplatz rutschte, foulten die Profis ungleich mehr.

Lahme Joker: Erst einmal traf ein Einwechselspieler. Mahir Saglik erzielte das unbedeutende 4:1 gegen Duisburg. Vor allem die Mittelfeldspieler dürften noch torgefährlicher werden. Außer Fin Bartels und Fabian Boll traf noch keiner von ihnen.

(bhe.)
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