05.12.12

HSV-Torwart

Adler: "Verhältnis zu Neuer nicht mehr so verkrampft"

Im "Audi Star Talk" spricht Torwart Adler über das Verhältnis zu Neuer und die Situation im Nationalteam und HSV-Kollege van der Vaart.

Foto: dapd/ZGBZGH
Neuer glaubt an Adler-Comeback im DFB-Dress
HSV-Torwart René Adler (r.) und Bayern-Torwart Manuel Neuer sind wieder Konkurrenten in der deutschen Nationalmannschaft

Hamburg. HSV-Torwart René Adler will im Kampf um den Stammplatz im Tor der Fußball-Nationalelf keine Querelen. Der Konkurrenzkampf mit Manuel Neuer von Bayern München sei nicht mehr "so verkrampft – von meiner Seite aus – wie früher. Weil ich viel gelernt habe, weil ich jetzt einfach sage: Ich habe auch keinen Bock und auch keine Lust mehr darauf", sagte Adler im "Audi Star Talk".

Das Duell mit Neuer soll nicht so verbissen geführt werden wie zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann: "Wir machen das sicherlich auf unsere Art und Weise aus. Denn es bringt überhaupt nichts, irgendwelche Stinkstiefel in der Mannschaft zu haben", meinte Adler.

Man könne sich gerne richtig duellieren und hochpeitschen: "Aber alles unter fairen und sportlichen Bedingungen. Wir scherzen viel, wir trainieren zusammen. Aber man merkt dann schon: Das Trainingsspiel will jeder gewinnen. Das ist normal", erklärte der Torhüter, der nach langer Verletzungspause im November erstmals wieder zur Nationalmannschaft eingeladen worden war. "Natürlich, das ist ganz klar, dass ich am liebsten die Nummer eins bin. Dass ich am liebsten spielen will. Das ist der sportliche Gedanke, den ich in mir habe, den ich auch nicht ablegen werde", sagte Adler.

Lob für HSV-Kollege van der Vaart

Adler äußerte sich im "Audi Star Talk" auch über HSV-Kollege Rafael van der Vaart. "Es gibt außer Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo keinen Spieler wie Rafael van der Vaart, der in dieser Situation (als er im August zum HSV kam, Anm.d.Red.) alleine durch seine Aura, durch seine Persönlichkeit die Stimmung im Verein und in der Stadt so gedreht hat, ohne nur ein einziges Spiel gemacht zu haben", sagte der Torhüter. Auch privat schätzt er den zurzeit verletzten Niederländer: "Wer Rafa näher kennt, weiß, dass er ein ganz normaler Junge ist. Er ist für jeden Spaß zu haben. Er stellt sich nicht über andere. Er ist eine tolle Persönlichkeit", so der 27-Jährige.

(dpa/HA)
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