02.11.12

Bundesliga-Vorschau

West-Klubs drücken dem HSV die Daumen

In Gelsenkirchen, Dortmund und Leverkusen hofft man auf einen weiteren Strauchler des Primus. Brisant wird es zwischen Nürnberg und Wolfsburg.

Von Gregor Derichs
Foto: dapd/dpa
In Dortmund und beim FC Schalke 04 würde eine Niederlage des FC Bayern in Hamburg sicher mit viel Wohlwollen registriert
In Dortmund und beim FC Schalke 04 würde eine Niederlage des FC Bayern in Hamburg sicher mit viel Wohlwollen registriert

Düsseldorf. Sie werden zu glühenden Fans von Rafael van der Vaart und Rene Adler. Bei Schalke 04, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen genießen die Führungsspieler des Hamburger SV dieser Tage eine Wertschätzung, die sie am Samstag ab 18.30 Uhr noch entscheidend steigern können. Dass der HSV im alten Nord-Süd-Gipfel den FC Bayern München schlägt, ist der gemeinsame Wunsch der Verfolger aus Deutschlands Fußball-Westen. "Unsere Sinne sind geschärft. Wir wollen die Bayern ärgern", sagt HSV-Trainer Thorsten Fink, der zwischen 1997 und 2003 für die Bayern spielte.

Viermal war Fink mit den Münchnern Deutscher Meister, dreimal DFB-Pokalsieger und je einmal Champions-League- und Weltpokalsieger, aber nun geht es dem 45-Jährigen darum, die Bayern zu besiegen. Dass er es kann, beweist der HSV nach dem katastrophalen Start seit dem vierten Spieltag regelmäßig – inklusive des Erfolges gegen Meister Dortmund. Im Blickpunkt steht auch das Torwart-Duell Rene Adler gegen Manuel Neuer. Adler will unbedingt dazu beitragen, dass die Bayern wie schon seit Jahren ihre Probleme in Hamburg bekommen. "Ich habe einen Fitnesszustand erreicht, den ich noch nie hatte. Es gab noch nie einen besseren Adler als jetzt", sagte der 27-Jährige, dem aber der persönliche Vergleich mit Nationaltorwart Neuer wenig interessiert. Drei Punkte seien ihm wichtiger, betont Adler.

Den Dortmundern zerstörte der HSV kürzlich eine große Serie, bei den Münchnern erledigte dies vorige Woche schon Adlers alter Verein. 1:2 verloren die Bayern nach ihrem Startrekord von acht Siegen hintereinander gegen Leverkusen. Seit zehn Pflichtspielen ist die Werkself ohne Niederlage – und damit das aktuell beste Team der Bundesliga. Am Sonntag sollen gegen Fortuna Düsseldorf, das nach drei Niederlagen mit dem 1:0 im Pokal gegen Gladbach den Abwärtstrend stoppte, die Ansprüche auf die Champions League wiederbelebt werden. Das 3:2 in Bielefeld im Pokal über 120 Minuten fiel schwer. Leichter hatten es Schalke und Dortmund bei den Cup-Erfolgen gegen Sandhausen und Aalen, die beide zudem schon am Dienstag spielen durften.

Wochenende als Vorbereitung auf die Champions League

Die Schalker planen ihre Fünf-Siege-Serie bei der TSG Hoffenheim fortzusetzen, wo ihr früherer Manager Andreas Müller beschäftigt. Mit einem Erfolg und einer Niederlage der Bayern würden die Gelsenkirchener bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter heranrücken. Nur beim Thema Meisterschaft ducken sich die Königsblauen weg, München ist und bleibt für sie der haushohe Favorit auf den Titelgewinn, der die Vielfachbelastungen am besten wegstecken könne. Der 10. Bundesliga-Spieltag ist auch schon wieder eine Vorbereitung auf die Champions League, wo Schalke am Dienstag Arsenal empfängt, Dortmund zu Real Madrid muss und die Bayern am Mittwoch Lille erwarten.

Beim BVB wird der Gedanke an Real verdrängt, denn der Titelverteidiger steht vorher vor einer unangenehmen Aufgabe. Der VfB Stuttgart kommt zum Tabellenvierten. Im März gab es gegen die Schwaben beim 4:4 ein Spiel für die Geschichtsbücher der Liga. "Das war echt geil", sagt VfB-Coach Bruno Labbadia. "Jeder hat Spaß gehabt ohne Ende", sagt BVB-Trainer Jürgen Klopp. Dortmund spielte glänzend, führte 2:0, aber dann kam Stuttgart, drehte die Partie zum 2:3. Der zweifache Torschütze Julian Schieber beeindruckte Klopp wohl so stark, dass er inzwischen für Dortmund spielt. Mats Hummels und Ivan Perisic gaben dem Match nach der 79. Minute wieder eine Wende, es stand 4:3, ehe Christian Gentner in der Nachspielzeit mit dem 4:4 den Schlusspunkt setzte.

Der VfB hat sich wie der HSV nach einem schlechten Saisonstart berappelt, in der Tabelle liegen die beiden hinter dem 1. FSV Mainz 05, der am Sonntag bei Werder Bremen seinen Platz in der Europa-Zone festigen kann. Von hinten drängen Borussia Mönchengladbach, das gegen den SC Freiburg antritt, und Hannover 96, das gegen den FC Augsburg spielt. Freiburg und Augsburg überstanden am Dienstag ihre Auswärtsprüfungen im Pokal in Braunschweig und Münster ohne Gegentore. Für den FCA war dies bemerkenswert, weil er in der Liga der einzige Verein ohne Auswärtserfolg ist. Bei Hannover bröckelt derweil die Heimstärke. Vorige Woche zerstörte Gladbach die lange Serie ohne Niederlage in der Bundesliga, am Mittwoch brauchte "96" das Elfmeterschießen, um Dresden zu bezwingen.

Brisant ist die Begegnung zwischen dem 1. FC Nürnberg und VfL Wolfsburg. Der Club wartet seit sechs Heimspielen auf einen Sieg, die "Wölfe" holten sieben ihrer acht Punkte auswärts und zeigten - nach der Trennung von Felix Magath – beim 4:1 in Düsseldorf ein unerwartet gutes Leistungsniveau.

dapd
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