Spielerkritik

Mertesacker und Hummels lieferten sich Duell des Grauens

Ter Stegen: Seit 1954 hat kein deutscher Torwart-Debütant mehr derart viele Gegentore kassiert. Für den jungen Gladbacher war es der Anfang vom Ende seiner EM-Träume, auch wenn drei der fünf Gegentore unhaltbar schienen.

Höwedes (bis 77.): Die Alternativlösung auf der rechten Abwehrseite bewies eindrucksvoll, dass sie keine Alternative ist. Der formschwache Boateng darf sich als gesetzt fühlen.

S. Bender (ab 77.): Bleibt der Ersatz vom Ersatz auf der rechten Seite. Jetzt muss er hoffen, dass er nach der EM wieder eine Chance bei Löw erhält.

Mertesacker: Lieferte sich mit Hummels ein Duell des Grauens um die freie Planstelle neben dem gesetzten Badstuber in der Innenverteidigung.

Hummels: Dilettantisch.

Schmelzer: Schaffte das Kunststück, in einer schlechten Mannschaft noch mal deutlich abzufallen.

Khedira (bis 45.): So bitte nicht!

Gündogan (ab 46.): So auch nicht!

Schürrle: Ihm bleibt die Joker-Rolle.

Götze (bis 77.): Kann die lange Verletzungspause als Erklärung anführen.

L. Bender (ab 77.): Bleibt im Kader. Für ihn die beste Nachricht.

Podolski (bis 62.): Entschied sich nach reiflicher Überlegung zum 62 Minuten währenden Sonnenbad.

Draxler (ab 62.): Konnte seine Chance im Hinblick auf die Kaderreduzierung nicht nutzen. Aber er steht ja noch am Anfang seiner Karriere.

Özil (bis 45.): Reals Mourinho adelte seinen Regisseur gerade als einen der besten Mittelfeldspieler der Welt. Gut, dass der Portugiese am Sonnabend in Hamburg bei Dänemark gegen Brasilien und nicht in Basel war.

Reus (ab 46.): Noch der Beste. So ist er sogar ein Kandidat für die EM-Startelf.

Klose (bis 77.): Zumindest körperlich scheint der zuvor lange verletzte Wahl-Römer auf der Höhe zu sein.

Cacau (ab 77.): Sein Kurzeinsatz war erschütternd. Für Löw war es eine Steilvorlage, den Stuttgarter noch aus dem EM-Kader zu streichen.

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