02.07.13

Boxen

Mega-Kampf Klitschko gegen Powetkin am 5. Oktober

13 Millionen Euro garantierte Gage für den Schwergewichts-Champion aus Hamburg. Hinter dem Box-Spektakel in Russland steckt der größte Energiekonzern der Welt.

Foto: AP

Linker Haken, rechte Gerade: Gegen Francesco Pianeta reichte Champion Wladimir Klitschko das kleine Box-Einmaleins, um ihn in sechs Runden k.o. zu schlagen
Linker Haken, rechte Gerade: Gegen Francesco Pianeta reichte Champion Wladimir Klitschko das kleine Box-Einmaleins, um ihn in sechs Runden k.o. zu schlagen

Hamburg. Handschuhstreit, Börsenpoker, Nervenkrieg: Nach monatelangem Tauziehen ist der Mega-Kampf zwischen dem in Hamburg lebenden Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko (Ukraine) und Herausforderer Alexander Powetkin (Russland) perfekt. Der Cahmpion der Box-Verbände IBF und WBO sowie Super-Champion der WBA trifft am 5. Oktober in der Olimpiyski-Arena in Moskau auf den "Zweiter Klasse"-Weltmeister Powetkin (Weltverband WBA).

Besondere Note: Beide sind Olympioniken, Klitschko holte Gold 1996 in Atlanta, Powetkin 2004 in Athen. Außerdem tritt Klitschko mit seiner eigenen Vermarktung an, während Powetkin beim Berliner Sauerland-Stall unter Vertrag steht. Und: Beide haben kürzlich ihren Vater verloren. Deshalb war ein Termin für das Duell der beiden geplatzt.

"Dies ist der beste Kampf, den das Schwergewicht derzeit zu bieten hat. Ich habe noch nie in Moskau geboxt und freue mich auf die vielen Ukrainer und Russen, die in die Arena kommen und für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen werden", sagte Wladimir Klitschko vor seinem 24. WM-Kampf.

Seinen letzten WM-Fight gewann der 37-Jährige im Mai gegen Francesco Pianeta in Mannheim durch technischen K.o. in der sechsten Runde. Sein Kampfrekord steht bei 60 Siegen, davon 52 vorzeitig. Dreimal unterlag der jüngere der Klitschko-Brüder.

Powetkin ist seit 2005 Profi und in 26 Kämpfen ungeschlagen ist. Zuletzt waren die Verhandlungen beider Lager ins Stocken geraten. Angeblich soll es Streitigkeiten um die Dopingkontrollen gegeben haben. Zudem forderten die Russen ein "Kabinen-Verbot" für Wladimirs älteren Bruder Witali. Wladimir Klitschko soll eine Rekord-Börse von 13,13 Millionen Euro erhalten, für Powetkin blieben immerhin noch 4,4 Millionen Euro.

Der russische Promoter Wlad Chrunow hatte im April die Ausrichtung des Mega-Kampfes für 23 Millionen Euro ersteigert. Aus der Summe ergibt sich auch der Verteilerschlüssel für die Börsen. "Ich möchte unseren russischen Partnern Andrej Ryabinsky und Wladimir Chrunow dafür danken, dass wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben, um diesen tollen Kampf zu realisieren", sagte Klitschkos Manager Bernd Bönte, der aber auch von "langen und schwierigen Verhandlungen" sprach.

Der Sponsor des Events ist Rosneft, der weltgrößte Energiekonzern. Dessen Präsident Igor Setchin meinte über den teuren Fight: "Der Kampf zwischen diesen beiden außergewöhnlichen Boxern ist nicht nur ein großes Sport-Spektakel, sondern wird auch seinen Beitrag für die Entwicklung des Sports in Russland und des Sportsgeists junger Athleten leisten."

Zweimal schon wollten die beiden Schwergewichtler gegeneinander antreten, zweimal schon wurde das Duell versteigert, doch jedes Mal zog der Russe Powetkin zurück. 2008 musste der Linksausleger wegen einer Verletzung am Sprunggelenk absagen. Zwei Jahre später kam der Fight nicht zustande, weil Powetkins Vater gestorben war. (HA/sid)

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