16.11.12

Formel 1

Vettel rast zur Bestzeit und düpiert Alonso

Beim ersten Training auf der neuen Strecke in Austin (USA) setzte Titelverteidiger Sebastian Vettel ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz.

Von Christian Hollmann
Foto: dapd
F1 US Grand Prix Auto Racing
Red Bull driver Sebastian Vettel of Germany smiles in the pits during the first free practice session for the Formula One's US Grand Prix at the Circuit of the Americas Friday, Nov. 16, 2012, in Austin, Texas. (Foto:David J. Phillip/AP/dapd)

Austin. Mit einer Zauberrunde ist WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel beim USA-Comeback der Formel 1 zur ersten Trainingsbestzeit gerast. Mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung auf seinen drittplatzierten Ferrari-Rivalen Fernando Alonso nährte der Red-Bull-Pilot am Freitag im texanischen Austin die Hoffnung auf seinen dritten Titel in Serie. Als Zweiter schob sich McLaren-Star Lewis Hamilton mit 1,418 Sekunden Rückstand zu Vettel zwischen die beiden WM-Konkurrenten.

Vor dem vorletzten Saisonrennen am Sonntag (20 Uhr MEZ/RTL und Sky) führt Vettel die Gesamtwertung mit zehn Punkten Vorsprung vor Alonso an. Der Hesse müsste in Texas mindestens 15 Zähler mehr erobern, um schon vor dem Finale eine Woche später in Brasilien seinen dritten Titelgewinn in Serie perfekt zu machen.

Zweitbester Deutscher beim Auftakttraining war Nico Hülkenberg im Force India als Siebter. Nico Rosberg fuhr im Mercedes auf den neunten Platz. Sein Teamkollege Michael Schumacher musste sich zum Auftakt seines vorletzten Grand-Prix-Wochenendes mit dem 17. Rang begnügen. Timo Glock kam im unterlegenen Marussia als 21. zurück an die Box.

Um Punkt 9.00 Uhr Ortszeit waren die Ampeln auf dem neuen "Circuit of the Americas" zum ersten Mal für die Formel 1 auf Grün gesprungen. Der hügelige Kurs, vom Aachener Bauingenieur Hermann Tilke entworfen, hatte schon vorher viel Lob von den Piloten geerntet. "Die Strecke sieht spektakulär aus. Das wird eine Herausforderung für uns und die Ingenieure", hatte Alonso vor der ersten Ausfahrt gesagt.

Wie Rivale Vettel hatte sich der Asturier mit zahlreichen Runden im Simulator auf das USA-Comeback der Königsklasse vorbereitet. "Aber das Gefühl im Auto ist am wichtigsten", meinte Vettel. Wie die meisten Kollegen spulte der Hesse von Beginn an ein großes Kennenlern-Programm ab und verbrachte viel Zeit auf dem 5,516 Kilometer langen Asphaltband, ein paar unfreiwillige Ausflüge neben die Strecke inklusive.

Von Minute zu Minute wurde die zunächst noch etwas staubige Strecke schneller, die Bestzeiten purzelten serienweise, die Führung wechselte mehrfach. Am Ende gaben aber wie so oft die Top-Teams das Tempo vor. Lange sah es danach aus, als würde Hamilton aus dem ersten Schlagabtausch als Schnellster hervorgehen. Kurz vor Schluss aber drehte Vettel noch einmal auf und verbesserte sich um mehr als 1,5 Sekunden. Keiner konnte mehr kontern.

Mit dem Debüt in Austin will die Formel 1 endlich den lukrativen US-Markt knacken. Der "Circuit of the Americas" in der ärmlichen Ranchergemeinde Elroy vor den Toren von Austin ist die erste speziell für die Königsklasse gebaute Strecke in den Vereinigten Staaten. Zuvor hatte es eine Reihe von vergeblichen Anläufen gegeben, die Formel 1 in den USA zu etablieren. Zuletzt war Indianapolis nach der Saison 2007 als Gastgeber ausgestiegen.

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