14.11.12

Gerüchte, Transfers, Zitate

Fußball-Ticker: Adler fürchtete Schicksal wie bei Enke

Das Fußball-Geschehen des Tages: Heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Foto: ddp/DAPD
Adler kehrt ins DFB-Team zurueck
HSV-Torhüter Rene Adler ist zurück in der Nationalmannschaft

+++ Depression: Adler fürchtete ein Schicksal wie bei Enke +++

16:16 Uhr: Fußball-Nationaltorwart Rene Adler fürchtete während seiner langen Verletzungspausen in den vergangenen Jahren ein ähnliches Schicksal wie Robert Enke. "Wir haben gefühlt, dass wir ähnlich sind. Deshalb hat es mir ja Angst gemacht, dass ich einen ähnlichen Weg einschlagen könnte", sagte Adler in einem Interview mit dem Magazin Stern über Enke, der an Depression litt und sich vor drei Jahren das Leben nahm.

Er habe sich "schon in der Nähe des Stadions, wo ich mich sonst am besten fühlte, total unwohl gefühlt", bekannte Adler. "Ich bekam auf einmal Beklemmungen. Ich war froh, wenn ich wieder zu Hause war, hatte keine Lust, mit Leuten zu reden." Enke war einst Adlers Rivale im Kampf um den Stammplatz im deutschen Tor. Nach Enkes Tod war Adler zur deutschen Nummer 1 aufgestiegen, er verlor den Platz aber verletzungsbedingt an Manuel Neuer (Bayern München).

+++ DFB verurteilt Mainz und St. Pauli zu Geldstrafen +++

15.41 Uhr: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den FSV Mainz 05 und FC St. Pauli zu Geldstrafen in Höhe von 3000 beziehungsweise 6000 Euro verurteilt. Wie der DFB am Mittwoch mitteilte, wurde Bundesligist Mainz für nicht ausreichenden Ordnungsdienst bestraft. In der Nachspielzeit der Begegnung gegen 1899 Hoffenheim am 27. Oktober war ein Zuschauer während einer Spielunterbrechung aus dem Fanblock der Rheinhessen auf den Rasen gelaufen.

Zweitligist FC St. Pauli muss zweimal für unsportliches Verhalten büßen: Vor der Meisterschaftspartie gegen Dynamo Dresden am 28. Oktober wurden Papierrollen aus dem Hamburger Zuschauerblock auf das Spielfeld geworfen. Dadurch verzögerte sich der Anpfiff um etwa drei Minuten. Außerdem wurde im DFB-Pokal-Spiel des FC St. Pauli beim VfB Stuttgart am 31. Oktober von den Fans Pyrotechnik abgebrannt. Beide Vereine haben den Urteilen zugestimmt, sie sind damit rechtskräftig.

+++ Freiburg bekommt wohl ein neues Stadion +++

15:05 Uhr: Fußball-Bundesligist SC Freiburg darf auf einen Stadionneubau hoffen. Die Pläne für einen Umbau des altehrwürdigen Stadions an der Dreisam sind nach einem Gutachten durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young jedenfalls vom Tisch. "Der Drops an der Schwarzwaldstraße ist gelutscht. Das Thema ist durch", sagte der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Die Kommune, deren Vertreter bislang mehrheitlich einen Umbau favorisiert hatten, und der Klub richten sich jetzt auf einen Neubau für rund 35.000 Zuschauer ein. Wo genau die voraussichtlich 70 Millionen Euro teure Arena entstehen könnte, ist noch offen. Drei Standorte in Autobahnnähe sind in der Diskussion. Wer das Projekt finanziert, ist auch noch nicht geklärt.

+++ Nürnberg gegen Bayern wieder mit Schäfer +++

15:02 Uhr: Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg kann im fränkisch-bayerischen Derby gegen Bayern München am Sonnabend wieder auf Stammtorhüter Raphael Schäfer zurückgreifen. "Ich bin wieder bei 100 Prozent, fit und jederzeit bereit für die Bayern-Stürmer", sagte der Kapitän. Der 33-Jährige fehlte dem Altmeister in den vergangenen drei Ligaspielen wegen Problemen an der Achillessehne. Schäfer war vom erst 19 Jahre alten Patrick Rakovsky vertreten worden.

+++ Hansa Rostock sucht nach Geld und will Stadionanteile verkaufen +++

14:41 Uhr: Auf der Suche nach einer gesicherten Zukunft preist Hansa Rostock nun sein Tafelsilber an. Der Fußball-Drittligist möchte Anteile an der vereinseigenen DKB-Arena verkaufen, umso langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins zu verbessern. "Dazu ist eine Arbeitsgruppe gegründet worden, die eine Konzeption erarbeitet, die wir Ende diesen Jahres vorstellen wollen", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann am Mittwoch in Rostock. "Wir müssen strategisch daran arbeiten, die wirtschaftlichen Verhältnisse, die von existenzieller Bedeutung sind, nachhaltig zu verbessern."

Der Verein hat das vergangene Geschäftsjahr nach eigenen Angaben zwar mit einem Plus von fast 3,6 Millionen Euro abgeschlossen. Die Millionen aber trügen, resultieren sie doch praktisch komplett aus Teilerlassen des Finanzamtes Rostock und der Gläubigerbanken. "Wir haben momentan trotz des Überschusses noch eine bilanzielle Überschuldung, ein negatives Eigenkapital von 6,6 Millionen Euro. Das ist für den FC Hansa einfach zu viel", sagte der seit 2010 amtierende Vorstandschef.

+++ Nationalmannschaft trifft am 29. Mai auf die USA +++

14:10 Uhr: Ein Wiedersehen mit Jürgen Klinsmann wird es im kommenden Jahr für Joachim Löw und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft geben. Das A-Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) trifft im Rahmen einer Länderspielreise am 29. Mai 2013 auf Gastgeber USA, wo der frühere Bundestrainer Klinsmann seit 2011 die sportliche Verantwortung hat. Am 2. Juni wird ein weiteres Spiel in den USA geben, der zweite Gegner, die beiden Spielorte und die Anstoßzeiten sollen bis zum Jahresende bekannt gegeben werden. Das teilte der DFB am Mittwoch mit. Der Ligavorstand habe diesen Planungen auf seiner Sitzung am Dienstag in Frankfurt zugestimmt.

+++ FC Bayern im Derby wohl wieder mit Badstuber +++

13:50 Uhr: Fußball-Rekordmeister Bayern München kann im fränkisch-bayerischen Derby am Sonnabend voraussichtlich wieder auf Verteidiger Holger Badstuber zurückgreifen. Der Nationalspieler hat seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert und ist am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Wie Badstuber trainierten auch Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos, die beide ihre Teilnahme am Länderspiel gegen die Niederlande hatten absagen müssen, nach überstandener Krankheit mit. Verzichten muss Trainer Jupp Heynckes beim Club damit nur auf Jerome Boateng (Muskelfaserriss). Stürmer Mario Gomez könnte erstmals in dieser Saison im Kader stehen.

+++ Ehemaliger Hertha-Profi Alex Alves erliegt Krebsleiden +++

13.33 Uhr: Der frühere Fußball-Bundesligaprofi Alex Alves ist tot. Der ehemalige Angreifer von Hertha BSC Berlin starb am Mittwochmorgen im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung. Das bestätigte die Krebsklinik Amaral Carvalho in der brasilianischen Kleinstadt Jau (Bundesland Sao Paulo), in der Alves bis zuletzt behandelt worden war.

Zuletzt war Alves dort Knochenmark transplantiert worden. Spender war einer seiner Brüder. Alves litt seit vier Jahren an der schweren Erkrankung. Er hatte zwischen 2000 und 2003 für die Hertha gespielt. Sein Tor aus dem Mittelkreis beim 4:2-Sieg über den 1. FC Köln im September 2000 wurde zum "Tor des Jahres" gewählt.

+++ Schmadtke: Neuer Vertrag für Slomka bis Weihnachten +++

11:43 Uhr: Im Vertragspoker um Trainer Mirko Slomka hat Jörg Schmadtke, Manager des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, eine Einigung bis Weihnachten in Aussicht gestellt. "Der Vertrag ist zu 90 Prozent ausverhandelt. Es fehlen nur noch Mini-Details", sagte Schmadtke der Bild-Zeitung.

Er gehe nach allen Signalen davon aus, dass Slomka seinen Vertrag bei den Niedersachsen verlängern werde. "Ich habe auch kein Problem, wenn es noch bis kurz vor Weihnachten dauert", sagte Schmadtke. Slomka, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, soll bis 2016 an den Verein gebunden werden. Der Übungsleiter hatte eine Einigung am vergangenen Wochenende noch dementiert.

+++ Wolfsburg bestätigt Allofs-Wechsel +++

11.45 Uhr: Der Wechsel von Manager Klaus Allofs zum Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg ist perfekt. Dies bestätigte der 55-Jährige am Mittwochmittag. Zu Details wollte sich Allofs noch nicht äußern. Er verwies auf eine Pressekonferenz am frühen Nachmittag in Bremen, an der er und der Werder-Aufsichtsratsvorsitzende Willi Lemke teilnehmen werden.

Nach übereinstimmenden Medienberichten wird der Wechsel unverzüglich vollzogen. Allofs soll einen Vertrag bis 2016 erhalten und Geschäftsführer Sport bei den Niedersachsen werden.

+++ Weidenfeller beschwert sich über Löw +++

11.33 Uhr: Torhüter Roman Weidenfeller vom Deutschen Meister Borussia Dortmund hat sich über Bundestrainer Joachim Löw beschwert. "Ich habe über Jahre konstant gute Leistungen gezeigt, aber bei Löw nie eine faire Chance bekommen", sagte der 32 Jahre alte Keeper von Borussia Dortmund in einem Interview mit der "Bild-Zeitung". Löw hatte wiederholt erklärt, dass er die Leistungen und Fähigkeiten von Weidenfeller zwar anerkenne, man aber für die Zukunft auf die jüngere Generation setze.

+++ Gefängnis statt Hochzeit: Ermittlungen gegen Solos Verlobten +++

11.11 Uhr: Neuer Wirbel um "Drama-Queen" Hope Solo: Statt auf dem Standesamt verbrachte der amerikanische Frauenfußball-Star ihren geplanten Hochzeitstag vor einem Amtsgericht in Kirkland/Washington. Ihr Verlobter, der ehemalige Football-Profi Jerramy Stevens, war am frühen Montagmorgen (Ortszeit) von der Polizei verhaftet worden, weil er verdächtigt wurde, die Torhüterin im angetrunkenen Zustand zuhause angegriffen und verletzt zu haben.

Nach der Anhörung am Dienstag, bei der Solo anwesend war, wurde zunächst aber aufgrund des Mangels an Beweisen keine Anklage gegen den ehemaligen Spieler des NFL-Klubs Seattle Seahawks erhoben. Stevens, der in der Vergangenheit bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, wurde daher freigelassen und verließ das Gericht gemeinsam mit der zweimaligen Olympiasiegerin.

+++ Tomislav Piplica feiert sein Comeback +++

10:21 Uhr: Tomislav Piplica fliegt wieder, spektakulär und ehrgeizig wie zu Bundesliga-Zeiten des FC Energie Cottbus. Mit 43 Jahren wagt der Fußball-Torwart ein Comeback. Beim sächsischen FC Eilenburg steht Piplica in der sechsten Liga noch bis zum Jahresende im Kasten.

Bei seinem ersten Spiel musste er allerdings gleich zweimal hinter sich greifen. Gegen die Reserve-Mannschaft von RB Leipzig gab es ein 0:2. Der guten Laune des Paradiesvogels konnte das aber keinen Abbruch tun. "Es war einfach cool, wieder im Tor zu stehen. Eigentlich wollte ich mich schon bei einer Altherren-Mannschaft anmelden", erklärte Piplica: "Jetzt bin ich froh, dass ich wieder mit jungen Leuten richtigen Fußball spielen darf."

Mit Material von dpa/dapd/sid

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