12.11.12

Neuer Verteilungsschlüssel

Bericht: Mehr Geld für Bundesligisten aus TV-Geldern

Nach Sport- Bild-Plus-Informationen soll die Bundesliga künftig 80 Prozent und damit ein Prozent mehr als bisher bekommen.

Foto: pa/M.i.S.-Sportp
Fußball-Symbolbild - Wettskandal und Bestechung
Die Bundesliga erhält offenbar mehr TV-Geld

Frankfurt. In der Saison 2013/14 könnten die TV-Gelder nach einem neuen Verteilungsschlüssel vergeben werden. Nach Sport- Bild-Plus-Informationen soll die Bundesliga künftig 80 Prozent und damit ein Prozent mehr als bisher bekommen, die 2. Liga nur noch 20 statt 21 Prozent.

Eine fünfköpfige DFL-Kommission mit Heribert Bruchhagen (Frankfurt) und Peter Peters (Schalke) an der Spitze soll dem Ligavorstand am Dienstag bei dessen Sitzung in Frankfurt/Main einen entsprechenden Vorschlag machen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wollte dies auf Anfrage nicht kommentieren.

Die DFL verteilt ab der Saison 2013/2014 durchschnittlich pro Saison die Rekordsumme von 628 Millionen Euro aus dem Verkauf der Bundesliga-TV-Rechte an die Klubs. Der Ligavorstand unter Präsident Reinhard Rauball wird über den Vorschlag entscheiden, am 12. Dezember wird dann die Versammlung der 36 Profiklubs informiert.

Für die Verteilung der TV-Gelder sind bisher die aktuellen Platzierungen eines Vereins in der laufenden Saison sowie das Abschneiden in den vergangenen drei Spielzeiten maßgeblich. Allerdings wird am Dienstag im Ligavorstand diskutiert, auch hier kleine Veränderungen vorzunehmen.

Bruchhagen kann sich als Vorstandsvorsitzender von Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt nur begrenzt über den vermeintlich neuen Verteilungsschlüssel freuen. "Gäbe es kein TV-Geld, wäre die Eintracht ein Big Player. Wenn es mehr TV-Geld gibt, sinken unsere Chancen, weiter nach oben zu steigen. Weil die Klubs, die über uns stehen, mehr von dem Mehr bekommen als wir als 15. des Rankings mehr kriegen", sagte Bruchhagen Sport Bild Plus.

Die DFL-Kommission hatte den Auftrag gegeben, erstmals den tatsächlichen TV-Wert der 2. Liga zu ermitteln. Das Ergebnis liegt offenbar signifikant unter den 20 Prozent, die 125,6 Millionen Euro für das Unterhaus bedeuten.

(sid)
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