21.07.12

Kleine Fluchten

Autofreier Urlaub am Ufer des Plauer Sees

Das Seedorf "Anneliese Pohl" in Ganzlin wurde bereits ausgezeichnet. Auf dem sieben Hektar großen Gelände stehen 20 Seehäuser und drei Villen.

Von Dolores Kummer
Foto: PR
20 Seehäuser und drei Villen wurden 2011 auf sieben Hektar Fläche errichtet
20 Seehäuser und drei Villen wurden 2011 auf sieben Hektar Fläche errichtet

Wald, Wasser, Sonnenschein, was will man mehr? Kai Laude, der Direktor des neuen Vila Vita Seedorfs am Südufer des Plauer Sees, wirkt sichtlich zufrieden. Er ist endlich wieder im Norden. Viele Jahre arbeitete der gebürtige Hamburger in Österreich, wohnte dort auch mit der Familie. "Aber da ticken die Uhren eben anders", meint er und schaut in die Ferne, auf den großen See, den drittgrößten in Mecklenburg-Vorpommern.

Direkt am Ufer, inmitten des Landschaftsschutzgebietes Ganzliner Holz, hat die Vila-Vita-Gruppe im Juli 2011 ein autofreies Seedorf eröffnet. Es trägt den Namen "Anneliese Pohl" in Gedenken an die verstorbene Ehefrau des Gründers der Hotelgruppe Vila Vita: Reinfried Pohl, auch Chef der Deutschen Vermögensberatung AG.

Auf dem sieben Hektar großen Gelände stehen 20 Seehäuser und drei Villen. Allesamt sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet: helles Holz, lasierte Tische, Korbstühle, Lampen mit Steinen, Treibhölzern und Weidenruten. Die Farbtöne sind Anthrazit, Weiß und Braun. Jedes Haus hat zwei Wohneinheiten, unten mit Schlaf-Wohnzimmer, Duschbad, Küchenzeile und Terrasse, oben ein zweites Schlafzimmer und ein Bad. Vorbildwirkung hat die Warmwasseraufbereitung mit einer hochmodernen Pellets- und Hackschnitzelanlage.

"Wir legen sehr viel Wert auf die Umweltfreundlichkeit", sagt Kai Laude, als er sich in das kleine Elektromobil setzt. Es ist ein offenes Gefährt, ähnlich wie beim Golfen. Das gesamte Seedorf ist autofrei, dies gilt auch für den Wagen des Direktors. Am Eingang erhält jeder Gast für die gesamte Zeit ein Fahrrad. Mit den Elektromobilen wird das Gepäck transportiert.

Voller Stolz präsentiert Kai Laude einen großen Grashügel: "Da ist ein Keller drunter mit einer riesigen Fledermauskolonie. Zuerst haben wir das gar nicht gewusst, aber dann sahen wir die Tiere ein- und ausfliegen und haben gleich einen Spezialisten geholt." Inzwischen wird das Fledermaus-Biotop fachmännisch betreut, rundherum wurden Pflanzen für nachtaktive Insekten angebaut, damit die kleinen Flugakrobaten ausreichend Beute machen können. Ein paar Meter weiter werden gerade Obstbäume gepflanzt, Äpfel, Birnen, Mirabellen, alte und seltene Sorten sollen auf der Streuobstwiese wachsen.

+++Stille Wasser sind schön+++

"Dann bauen wir noch einen Streichelzoo", sagt Kai Laude. Für Kinder ist die Anlage ideal, der hauseigene Badestrand ist relativ flach, es gibt einen großen Wasserspielplatz, sogar einen Kindergarten und eine Bumerang-Wiese. "Die Kinder können bei uns auf den Wiesen tollen, wir wollen keinen englischen Rasen, sondern lassen Wildblumen wachsen", sagt der Direktor.

Im Zentrum des Geländes steht das Restaurant. Es geht durch eine moderne, aber gemütliche Kaminlounge in einen hohen Saal, komplett aus hellem Holz. Über eine große Fensterfront blickt man auf den See. Passend zum Gesamtkonzept wird regional gekocht. Küchenchef Ole Kaas hat keine Scheu, auch mal auf die Wiese nebenan zu gehen. So gibt es zum hausgeräucherten Lachs Schafgarbe und Stiefmütterchen, zum Dorsch einen Wermutsud. Die Weine kommen unter anderem vom Vila-Vita-Weingut in Portugal. Nach dem Essen sitzt man noch gemütlich auf der Terrasse oder in der Strandbar.

In dem Saunadorf mit idyllischem Naturschwimmteich gibt es eine Massage- und Kosmetikabteilung und einen Fitnessraum. Bei schlechtem Wetter kann man Tischtennis, Volleyball oder Squash in der Mehrzweckhalle spielen.

Natürlich dreht sich am Plauer See alles ums Wasser. Es gibt Strandkörbe, Ruder-, Tret- und Motorboote. Der lange Bootssteg wird in diesem Jahr neu eingeweiht. Einige Boote sind schon vertäut, auch Gäste mit Segelbooten können hier festmachen. "Besonders stolz sind wir, dass auch große Schiffe bei uns anlegen werden", sagt Laude. Dann kann man ein Fahrrad mit an Bord nehmen und über Seen und Müritz schippern, in Malchow, Waren oder Röbel aussteigen und zurückradeln.

Das Seedorf "Anneliese Pohl" wurde bereits mit dem "Hotel Application Award 2011" ausgezeichnet.

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