12.05.12

Kleine Fluchten

Direkt aus der Sauna hinein in die Gute Stube

Das Wellnesshotel Seeschlösschen an einer einzigartigen Wasserlandschaft in der Niederlausitz bietet Erholung und feine Küche.

Von Katja Gartz
Foto: Wellnesshotel Seeschlößchen
Kleine Fluchten: Wellnesshotel Seeschlößchen
Nach und nach wurde das Seeschlösschen auf heute 33 Zimmer erweitert

Niederlausitz. Unter dem Dach mit Blick in den Saunagarten ist Kathrin Heidrich in ihrem Element. Sie nimmt in Pflegeöl getränkte, mit Stoff bezogene Stempel in die Hände und lässt sie über den Rücken gleiten. Wohliger Kräuterduft erfüllt den Raum. Mit geübten Händen massiert Kathrin Heidrich Verspannungen weg. Eine Stunde lang genießt die gestresste Großstädterin das Wohlfühlprogramm und wünscht sich, dass die indische Ölstempelmassage namens Pantai Luar nie mehr aufhört.

"Die von den Stempeln ausgehende Wärme stimuliert die Selbstheilungskräfte des Körpers", sagt die Masseurin mit warmer Stimme. Während ihre Stammkundin aus Berlin die Massage nachwirken lässt, steigt Kathrin Heidrich zwei Treppen tiefer und schwingt sich in ein leichtes Frotteekleid. Mit Handtuch und Aufgusseimer begrüßt sie die Gäste in der Finnischen Sauna, die sich schon aufs Schwitzen freuen. Beim letzten Aufguss des Tages steht Orange auf dem Programm. Andere Gäste genießen die letzten Minuten in der Dampfsauna, in der Kaminsauna im Garten oder sie dösen unter kuscheligen Decken auf Rattanliegen. Der knisternde Kamin am Pool, die Holzbalken und die Fliesen in warmem Braun sorgen für das passende Ambiente.

Auch Karin Kist und Michael Gebharz aus Königswusterhausen gönnen sich im Wellnesshotel Seeschlösschen in der Niederlausitz einen Kurzurlaub. Nach einem entspannten Tag freuen sie sich auf das Abendessen. Beide schlüpfen in ihren Bademantel und besuchen das Restaurant Gute Stube.

In der Niederlausitz, dem südlichsten Zipfel Brandenburgs, zwischen Berlin und Dresden am Senftenberger See gelegen, eröffnete Hotelleiter Maik Zander 1999 das Drei-Sterne-Haus Lausitztherme Hotel Saunapark mit zunächst 16 Zimmern.

Der Fachmann für technische Gebäudeausrüstung und frühere Dozent der Hochschule Senftenberg wäre sicherlich auch ein guter Architekt geworden. Nach und nach erweiterte er selbst das Hotel, plante An- und Umbauten und gab dem Haus einen neuen Namen. Heute hat das Seeschlösschen vier Sterne und 33 Zimmer, darunter zwei Junior-Suiten, eine Schloss-Suite mit Panorama-Seeblick, eine Spa-Suite mit Sauna und Whirlpool sowie einen 5000 Quadratmeter großen Wellnessbereich und drei Restaurants.

Während Karin Kist und Michael Gebharz die Speisekarte studieren, ist Küchenchef Philipp Liebisch in seinem Element. Er kreiert die Menüs für das hauseigene Gourmetrestaurant Sandak. Nach Stationen in diversen Sterneküchen zog es ihn im vergangenen Jahr ins Seeschlösschen. Er kocht "Klassisch Französisch", für ihn die hohe Schule der Gourmetküche: Jakobsmuscheln, Lachs mit Safran und Pfefferschaum, Täubchen mit Kerbelschaum, Trauben und Chili-Schokosoße, zum Abschluss ein Schoko-Himbeertörtchen mit Himbeereis und Trüffelpralinen. Seit August bereichert Philipp Liebisch die Restaurantlandschaft zwischen Berlin und Dresden mit einer feinen neuen Adresse. "Hier habe ich Freiraum, kann umsetzen, was ich machen möchte, und muss mich nicht nach Moden richten", sagt der Meister, der 2012 von den Testern des kulinarischen Reiseführers Gusto zum "Newcomer des Jahres" gewählt wurde. Seine größte Kritikerin wie "Quelle seiner Kraft" ist Restaurantchefin und Lebensgefährtin Jana Metting. Neben dem Sandak können die Gäste in Salon und Kaminzimmer zwischen regionaler und mediterraner Küche wählen. Außerdem gibt es direkt am Senftenberger See die rustikal eingerichtete Brasserie mit großer Terrasse.

Im Restaurant Gute Stube lassen es sich die Gäste aus Königswusterhausen mittlerweile schmecken. Karin Kist findet es "wunderbar", im Bademantel an weiß gedeckten Tischen zu essen. "Alles am Seeschlösschen ist noch viel schöner geworden", sagt sie.

Im Sommer lädt der renaturierte Senftenberger See zum Baden ein. Der Buchwalder Badestrand liegt direkt hinter der Brasserie. Auf dem 18 Kilometer langen Radweg können Besucher die Gegend am Wasser entlang erkunden. Derzeit verwandelt sich die Niederlausitz, die einst vom Braunkohle-Abbau lebte, in eine einzigartige Wasserlandschaft. Durch Flutung früherer Tagebaugebiete entstehen 23 künstliche Seen. Zehn davon sollen durch Kanäle miteinander verbunden werden.

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