Schleswig-Holstein

Wal in Eckernförder Bucht gesichtet

Die Rückenflosse eines Finnwals ragt aus dem Meer

Foto: K. Wothe / picture alliance / blickwinkel/K

Die Rückenflosse eines Finnwals ragt aus dem Meer

Das Tier war nur für wenige Sekunden etwa 150 Meter von der Eckernförder Außenmole entfernt zu sehen.

Eckernförde. In der Eckernförder Bucht ist ein Wal gesichtet worden.

"Ich habe am Freitag zuerst einen Blasenteppich gesehen", sagte Oliver Graßmann vom Ostsee-Info-Center am Sonntag. Das Tier sei nur für wenige Sekunden etwa 150 Meter von der Eckernförder Außenmole entfernt zu sehen gewesen.

Als ein Fischerboot vorbeifuhr, sei der Wal wieder abgetaucht.

Graßmann ist überzeugt, dass es sich bei dem Tier um einen Finnwal handelte. Die Rückenflosse des Tieres habe er allerdings nicht gesehen. Zuerst habe er angesichts des dort nur fünf bis acht Meter tiefen Wassers an einen Taucher gedacht, sagte er.

Finnwale, die deutlich über 20 Meter groß werden können, kommen in flachen Gewässern üblicherweise nicht vor. 2010 hatte einer auf der Flensburger Förde eine Ruderin erschreckt, 2007 war dort wiederholt ein Finnwal beobachtet.

Finnwale sind in allen Ozeanen verbreitet. Küstenregionen werden gemieden. Für die Wintermonate wandern sie in subtropische, gemäßigt-warme Gewässer zur Paarung sowie der Geburt ihrer Jungen. Im Sommer wandern sie zur Nahrungsaufnahme in die kälteren Gewässer der Arktis bzw. Antarktis.

Der Finnwal ist das zweitgrößte Tier der Welt (nach dem Blauwal) und gehört zur Gruppe der Bartenwale. Er kann bis zu 300 Kilometer am Tag zurücklegen. Sein Rücken ist dunkelgrau bis braun, wobei die Färbung im vorderen Körperbereich asymmetrisch verläuft - links ist die dunkle Färbung stärker und zieht sich weiter in den Bauchbereich hinein. Der Bauch sowie die Unterseite von Flipper und Fluke sind weiß.

(dpa/HA))

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