22.11.12

Flughafen Lübeck

Vier Bieter wollen Flughafen Lübeck übernehmen

Vier Interessenten haben der Stadt verbindliche Kaufangebote vorgelegt. In einer Woche muss Bürgerschaft entscheiden, wer Zuschlag erhält.

Foto: pa/dpa
Flughafen Lübeck
Vier verbindliche Kaufangebote hat die Hansestadt für ihren Flughafen bekommen

Lübeck. Die Hansestadt Lübeck hat für ihren Flughafen vier verbindliche Kaufangebote erhalten. Das sei eine gute Nachricht nachdem es in den letzten Jahren mehrfach so ausgesehen habe, als sei das Ende von Lübeck-Blankensee besiegelt, sagte Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) am Donnerstag. Ein fünfter Interessent habe kein Gebot abgegeben, nachdem ihm signalisiert worden sei, dass sein Geschäftsmodell für den Flughafen nicht tragfähig sei, sagte Saxe. Die Angebote sollen nun an die Fraktionen der Lübecker Bürgerschaft weitergeleitet werden. Am 29. November soll die Ratsversammlung in nicht-öffentlicher Sitzung entscheiden, wer den Zuschlag bekommt.

Alle Angebote haben nach Angaben des Bürgermeisters einen "negativen Kaufpreis", das heißt, dass die Käufer zum Flughafen noch Geld von der Stadt dazu haben wollen. "Das hatte die Politik auch so angeboten. Entscheidend wird sein, wofür das Geld verwendet wird", sagte Saxe. Rund vier Millionen Euro soll der Käufer bekommen, außerdem muss die Stadt die aufgelaufenen Schulden des Flughafens in Höhe von knapp 40 Millionen Euro übernehmen. Weitere finanzielle Verpflichtungen der Stadt, etwa durch Zuschüsse zu den Betriebskosten oder Verlustabdeckungen werde es aber nicht geben.

Die Namen der Bieter nannte Saxe unter Hinweis auf die Geheimhaltungspflicht nicht. Allerdings waren zwei Interessenten, die Birr von Bismarck Familienholding und der Lübecker Unternehmer Winfried Stöcker, am Mittwoch bereits an die Öffentlichkeit gegangen. Sie wollen kooperieren. Birr und seine Ehefrau wollen den Flughafen betreiben, Stöcker will sich auf den Aufbau einer Fluglinie konzentrieren, die von Lübeck aus Städte wie München, Frankfurt oder Dresden anfliegt. Weitere Bieter sind nach Angaben Saxes eine Projektbetreuungsgesellschaft aus Frankfurt und ein Unternehmen aus Düsseldorf.

Der Geschäftsführer des Flughafens, Jürgen Friedel, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis des Bieterverfahrens. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit den Angeboten den Flughafen retten können", sagte er. Sollte sich die Bürgerschaft für keinen der Bieter entscheiden, droht dem Flughafen die Zahlungsunfähigkeit. Die Stadt ist durch das Ergebnis eines Bürgerentscheids noch bis zum Ende dieses Jahres verpflichtet, den Betrieb des Flughafens zu finanzieren.

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