Pinneberg
09.01.13

Serie

Projekte für das neue Jahr: Barmstedts Agenda 2013

Bürgermeisterwahl, Kommunalwahl und möglicherweise Bürgerentscheid. Breitbandausbau schreitet voran. Sohlgleite für Fischtreppe.

Von Burkhard Fuchs
Foto: Burkhard Fuchs
Nils Hammermann, Bürgermeister der Stadt Barmstedt
Nils Hammermann, Bürgermeister der Stadt Barmstedt

Die Qual der Wahl haben die Barmstedter Bürger am letzten Mai-Sonntag. Im Gegensatz zu allen anderen Städten im Kreis bestimmen sie an diesem 26. Mai nicht nur über die politische Zusammensetzung ihrer Stadtvertretung und des Kreistages. Sie wählen auch den neuen Bürgermeister Barmstedts. Das machen zwar auch alle Bürger in den kleineren Gemeinden. Dort wird in der Regel aus den Reihen der stärksten Fraktion der ehrenamtliche Ortschef gewählt. In Barmstedt wird aber ein neuer Chef der Stadtverwaltung im Rathaus gesucht. Und womöglich gibt es sogar an diesem 26. Mai noch eine dritte Wahl, wenn es zu dem angekündigten Bürgerentscheid kommt.

Im August endet Hammermanns Amtszeit

1) Vom Alter her, er ist 55 Jahre alt, könnte Nils Hammermann als Bürgermeister durchaus noch eine vierte Amtsperiode von sechs Jahren absolvieren. Aber Hammermann will nicht mehr. "Ich kann auch andere Dinge und andere können Bürgermeister", begründete er seine Entscheidung im November, dass er nach fast 19 Jahren Amtszeit nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung steht. Wenn er Anfang August offiziell aufhört, hat Hammermann zusammen mit dem Amt des Büroleitenden Beamten gut 22 Jahre in der Stadtverwaltung Barmstedt gearbeitet.

Auch wenn er mit seiner Familie nie von seinem Heimatort Klein Nordende nach Barmstedt umgezogen ist, war er doch bei vielen Bürgern und Politikern beliebt, wie die Wahlergebnisse zeigten. Auch wenn er bei der letzten Wahl im Jahr 2006 erst in der Stichwahl siegte und sich ein Jahr später einer Wiederholungswahl stellen musste, weil die davor wegen Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl für ungültig erklärt worden war.

Dass er nicht wieder antreten wird, war den politischen Kreisen schon lange klar. Die Kommunalpolitiker Jörg Dittmer, FWB, und Ortwin Schmidt, CDU, standen bereits seit Monaten in den Startlöchern und warteten nur auf das Signal Hammermanns. Beide sind gebürtige Barmstedter und Polizeibeamte in Hamburg. Mal abwarten, ob sich bis zum Anmeldeschluss im April noch weitere Kandidaten um das Bürgermeisteramt bewerben.

Aktivist sammelt Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen Bebauung

2) Nach jahrelanger Diskussion hat die Stadtvertretung Ende 2012 einen politischen Streit um den Ersatz der Fischtreppe am Krückaulauf am Rantzauer See beendet. Dort soll jetzt eine lange Sohlgleite den Fischen erleichtern, beim Flussaufwärtsschwimmen zum Laichen den drei Meter Höhenunterschied zu überwinden. Eine EU-Verordnung macht dies bis 2015 für alle Fließgewässer notwendig.

Die Bau- und Grunderwerbskosten von 1,5 Millionen Euro will die Stadt durch die Erschließung eines neuen Baugebiets finanzieren. Damit würde die bislang unbebaute Lillsche Wiese mit Häusern bebaut, was einige Barmstedter Bürger nicht akzeptieren wollen. Franz-Josef Sitta, der bereits 2006 die Bürgermeisterwahl erfolgreich anfechten konnte, will ein Bürgerbegehren dagegen anstrengen. 460 Unterschriften hat er bereits. Etwa 800 braucht er, damit es am 26. Mai zum Bürgerentscheid gegen die Bebauung des Lillschen Hügels kommt.

Kopfsteinpflaster auf dem Zugang zur Museumsinsel soll verschwinden

3) Der Zugang auf die Schloss- und Museumsinsel am Rantzauer See soll barrierefrei werden. Das jetzige Kopfsteinpflaster sei für ältere und gehbehinderte Menschen eine nur schwer zu überwindende Hürde, erklärt Stadtsprecher Michael Lantau diese Initiative. Von den Kosten in Höhe von 126.000 Euro trägt die Aktivregion Holsteiner Auenland 50.000 Euro. "Wir wollen damit Barmstedt als anerkannten Erholungsort weiter attraktiv für Besucher machen."

Vorhandene Bebauung in der Berliner Straße wird verdichtet

4) In der Berliner Straße soll die vorhandene Bebauung verdichtet werden. Dazu wird die Stadt in diesem Jahr eine Fläche von etwa 2500 Quadratmetern nördlich des Bahngleises in Bauland für etwa vier Einfamilienhäuser-Grundstücke verwandeln.

Diakonieverein schafft 20 Krippenplätze in Gebrüderstraße

5) Die Schulstraße und Neue Straße werden in diesem Jahr saniert. Damit setzt die Stadt ihr Sanierungsprogramm konsequent fort, das bis 2025 alle innerstädtischen Straßen erneuern soll. Auch die Versorgungsleitungen werden dabei ausgetauscht.

6) Der Verein für weibliche Diakonie in der Kita in der Gebrüderstraße werden zwei zusätzliche Krippengruppen für 20 Kinder unter drei Jahren schaffen. Die Investitionskosten betragen rund 700.000 Euro.

7) Die Stadtwerke werden im Steinmoorweg einen Trinkwasserbrunnen in Betrieb nehmen, der zwei Drittel des Wasserbedarfs von 500.000 Kubikmeter abdecken wird.

Flächenedeckende Verkabelung mit Breitband schreitet voran

8) Die flächendeckende Verkabelung mit Glasfaser schreitet kontinuierlich voran. Nun sind Innenstadt und das südwestliche Stadtgebiet dran, kündigt Werkleiter Freyermuth an. Bislang sind 1600 der 3500 Hausanschlüsse gelegt. 750 Kunden telefonieren, fernsehen und surfen über das Breitbandnetz der Stadtwerke. Vier der sechs Millionen Investitionskosten sind verbaut.

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