Norderstedt
07.01.13

Markt im Januar

Tulpen wecken die ersten Frühlingsgefühle

Auf den Wochenmärkten in Norderstedt werden die bunten Blumen-Boten der wärmeren Jahreszeit jetzt wieder bundweise angeboten.

Von Heike Linde-Lembke
Foto: Heike Linde-Lembke
Stefanie Scherber freut sich, dass die Tulpen-Saison beginnt. Dann ist für die Floristin der Frühling nicht mehr weit
Stefanie Scherber freut sich, dass die Tulpen-Saison beginnt. Dann ist für die Floristin der Frühling nicht mehr weit

Sie sind wieder da, die Tulpen! In allen Farben, allen Größen, mit und ohne Blätter, im Bund oder edel als einzelne, als Grande Madame de la France. Der Weihnachtsbaum ist noch nicht aus dem Haus, und schon prangen sie in den Vasen, je üppiger, desto dekorativer. Sie bringen den Frühling, sorgen für bunte Gefühle und vertreiben den Winter-Blues. Tulpen sind Balsam gegen triste Wintertage, vor allem, wenn sie auch noch von Primeln und zarten Belli begleitet werden.

Vor allem aber sind Tulpen eines: Im Gegensatz zu allen anderen Schnittblumen sind sie eigenwillige Geschöpfe. Sie leben, wachsen, dehnen und recken sich in der Vase, drehen sich nach dem Licht, biegen sich auf den Tisch hinunter und sorgen jeden Tag für eine neue Überraschung. Dieses Eigenleben lieben nicht alle Blumenfreunde, macht die Tulpe aber erst richtig faszinierend.

Mehr als 80 Prozent der Tulpen weltweit liefern die Niederlande. Die Tulpen aus den Gewächshäusern des Oranje-Landes aber kommen dem Norderstedter Blumenhändler Dolph Eisersdorff nicht an seinen Stand "Blümchen am Markt", den er freitags am Herold-Center aufbaut, sonnabends und dienstags am Langenhorner Markt und donnerstags auf dem Rathausmarkt in Norderstedt. Seine Gärtnerei hat der Floristikmeister und Landschaftsgärtner am Kösliner Weg in Norderstedt.

"Ich hole die Tulpen auf dem Hamburger Großmarkt von den großen Anbau-Betrieben aus den Vierlanden", sagt Eisersdorff. Er ist sich sicher, dass sie ganz frisch sind und höchstens einen Tag vor Verkauf geschnitten werden.

Die Blumenseele am Eisersdorff-Stand ist Stefane Scherber. "Tulpen sollten, bevor sie in die Vase kommen, noch einmal angeschnitten werden. Das Wasser sollte handwarm sein, und die Tulpen sollten zirka zehn Zentimeter im Wasser stehen", sagt die Floristin. Blätterteile sollten nicht im Wasser stehen, sie könnten faulen. Noch kostet ein Bund mit zehn Tulpen fünf Euro auf dem Markt.

Bei Eisersdorff stehen momentan Sorten wie Adrem, Christ Miss Marple, Princess Irene oder auch die lila blühende Attila in den großen Kübeln, dazu Primeln, Hyazinthen, Narzissen und Belli im Topf, eine bunte Frühlingswiese.

Insgesamt sind mehr als 1200 Sorten Tulpen bekannt. Sie gehören zur Familie der Lilien. Immer beliebter werden Tulpen mit Fransen oder Papagei-Tulpen, bei denen die Ränder der Blütenblätter unregelmäßig gezackt sind. Auch grüne Tulpen sind reizvoll, während die Rembrandt-Tulpen barock üppig mit Streifen-, Flecken- oder Feder-Ornamentik verziert sind und in allen Rottönen bis Purpur leuchten.

Die Gartentulpen wurden aus den Wildtulpen gezüchtet, und das bereits seit 400 Jahren. Seitdem sind viele Tausend Tulpensorten entstanden. Die ersten Sorten wurden im Mittleren Orient kultiviert. Wie vielen Blumen setzen auch Dichter der Tulpe ein Denkmal, meistens romantischer Art. Erwähnt wurde sie erstmals in der altpersischen Literatur des 9. Jahrhunderts.

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