02.01.13

Dreieck Stuhr

A 1: Geisterfahrer verursacht tödliche Unfälle

Ein Kraftfahrer wollte mit seinem Lastwagen mitten auf der Autobahn wenden. Der Versuch misslang, zwei Menschen starben. A 1 lange gesperrt.

Foto: dpa

Ein Lastwagenfahrer ist am Neujahrstag bei Stuhr falsch auf die A 1 gefahren

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Stuhr/Delmenhorst. Schon wieder ein Geisterfahrer-Unfall mit Todesfolge: Bei einem schweren Zusammenstoß mit einem Lkw-Geisterfahrer sind am Neujahrsabend auf der A 1 bei Bremen zwei Menschen getötet und mindestens fünf weitere zum Teil schwer verletzt worden.

Der Fahrer des 40-Tonners war gegen 21 Uhr im Dreieck zwischen Stuhr und Brinkum auf die Abfahrt der Autobahn gefahren. Als der er kurz darauf bemerkte, dass er fälschlicherweise in südlicher Richtung auf die nach Hamburg führende Fahrbahn fuhr, habe er umgesteuert, sagte ein Sprecher der Polizei Delmenhorst. Bei diesem Wendemanöver seien mehrere Autos in den Lastwagen gefahren. Anschließend versuchte er, mitten auf der Autobahn zu wenden. Seinem Manöver konnten mehrere entgegenkommende Autos nicht ausweichen.

Nach dem Unfall flüchtete der Falschfahrer mit seinem litauischen Lkw, konnte allerdings nach mehreren Kilometern in der Nähe von Bremen von der Polizei gestoppt und festgenommen werden. Mehrere Zeugen hielten die Polizei den Angaben zufolge über den Verlauf der Flucht auf dem Laufenden. Ein Großaufgebot von Rettungskräften kümmerte sich währenddessen um die Bergung und Versorgung der Opfer.

Die A 1 musste bis 5 Uhr komplett gesperrt werden. Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Polizei riet Autofahrern, die Unfallstelle über das Autobahnkreuz Oldenburg großzügig zu umfahren.

Zahl der Verletzten noch unklar

Wie viele Autos in den Unfall verwickelt wurden, ist derzeit noch unklar – ebenso wie die Zahl der Schwer- und Leichtverletzten. Auch zu Alter und Herkunft der Toten machte die Polizei noch keine Angaben. Die Autos, die in den Lastwagen gerast waren, wurden zum Teil bis zur Unkenntlichkeit zerstört.

In den vergangenen Wochen hatten mehrfach schwere Unfälle mit Falschfahrten für Schlagzeilen gesorgt und eine Debatte darüber ausgelöst, wie Geisterfahrten verhindert werden können. Mitte November verloren sechs Menschen bei Offenburg ihr Leben, Ende November starb ein Autofahrer bei Herford und am vergangenen Sonntag waren zwei Menschen bei Dorsten im Ruhrgebiet die Opfer eines Falschfahrers.

(dpa/dapd)
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