Hannover Güterzug-Unfall: Verspätungen bis Sonnabend

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Aufwändige Instandsetzung: Bahnreisende müssen sich auf der Strecke zwischen Hamburg und München auf Verzögerungen gefasst machen.

Hannover. Die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten nach dem Unfall eines Güterzuges in Hannover dauern länger als gedacht. Bahnreisende müssen sich nun sogar bis Sonnabend (8. Dezember, 18 Uhr) auf Verspätungen einstellen. So lange gibt es eine Umleitung für alle Züge von München über Hannover nach Hamburg. Diese fahren über Hildesheim und Lehrte, wie ein Bahnsprecher am Montag mitteilte. Die Fahrzeiten können sich um bis zu 45 Minuten verlängern. Auch ein ICE-Zug von Frankfurt nach Oldenburg sowie ein ICE von Frankfurt nach Hamburg werde noch umgeleitet.

Alle anderen Fernverkehrszüge verkehren zwar ohne Umleitung, Fahrgäste müssen sich jedoch auch weiterhin auf Verzögerungen einstellen. Auch im Regional- und im S-Bahn-Verkehr kommt es weiterhin zu Verspätungen.

In der Nacht zum Sonnabend waren drei Wagen eines Güterzugs im Einfahrtbereich des Hauptbahnhofs entgleist. Der Zug war auf dem Weg von Nürnberg nach Seelze. Offenbar war eine Achse an einem Waggon heiß gelaufen. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, der Zug transportierte kein Gefahrgut. Allerdings müssen nun rund 1000 Meter Gleis und drei Weichen erneuert werden, hieß es vonseiten der Bahn. Mitarbeiter seien rund um die Uhr im Einsatz.