Immobilien Mietpreise in Niedersachsen steigen

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Besonders stark haben die Mieten in der Landeshauptstadt Hannover angezogen. Am teuersten wohnt es sich in Oldenburg, Harburg und Winsen.

Hannover. Die hohe Nachfrage nach Wohnungen in angesagten Lagen lässt die Mietpreise in niedersächsischen Städten steigen. Besonders stark zogen die Preise im vergangenen Jahr in Hannover an, teilte der Immobilienverband Deutschland Nord (IVD) am Donnerstag in Hannover mit. "Aber das gilt für alle Städte, die wachsen, im inneren Bereich wird es enger", erklärte Geschäftsführer Klaus Hein. Schuld sei auch eine verfehlte Städtebaupolitik: "Es fehlt einfach bezahlbarer Neubau und sozialer Wohnungsbau."

In mittlerer Wohnlage stieg die Netto-Kaltmiete pro Quadratmeter in der Landeshauptstadt um 8,3 Prozent auf 6,50 Euro, in guter Lage werden 8,50 Euro fällig. "Auch zehn Euro hört man häufiger", sagte IVD-Vorstandsmitglied Maria del Carmen Weber. Die Mieter seien bereit viel zu bezahlen, weil die Zielgruppe für Wohnungen mit drei und vier Zimmern sich verdoppelt habe. In besten Wohnlagen können Vermieter laut IVD in Hannover sogar 13 Euro pro Quadratmeter verlangen.

Auf ähnlichem Niveau wie in Hannover liegen die Mieten in Bremen und Braunschweig. Wohnungen mit mittlerem Wohnwert sind in Oldenburg und im Speckgürtel von Hamburg in Winsen und Harburg am teuersten. Dort kostet der Quadratmeter je 7 Euro. Komfortabel ausgestattete Wohnungen in guter Lage sind im Schnitt am teuersten auf Norderney -10 Euro pro Quadratmeter werden fällig. Besonders günstig dagegen kann man in Bremerhaven mieten, in mittlerer Lage ab 3,50 Euro pro Quadratmeter.

Angezogen haben laut IVD auch die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser. Der Immobilienverband führt das vor allem auf das niedrige Zinsniveau und die Angst vor Inflation zurück.