Niedersachsen Schüler angeleint? Staatsanwaltschaft ermittelt

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Eine Lehrerin soll einen Schüler auf der Klassenfahrt angeleint haben. Göttinger Staatsanwaltschaft prüft Anfangsverdacht der Nötigung.

Göttingen. Auch die Göttinger Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen eine Lehrerin der Sophie-Scholl-Gesamtschule in Wennigsen, die einen Schüler zur Strafe angeleint haben soll. Es solle geprüft werden, ob ein Anfangsverdacht der Nötigung bestehe, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Buick, am Donnerstag. Die Behörde sei zuständig, weil sich der Vorfall bei Duderstadt im Kreis Göttingen ereignet haben soll.

Die Pädagogin soll dem Achtklässler während eines Ausfluges zum Erlebniszentrum der Heinz-Sielmann-Stiftung eine Leine um den Bauch gelegt und ihn vor den Augen der Mitschüler einen Gang entlang geführt haben. Die Landesschulbehörde ermittelt deswegen ebenfalls gegen die Lehrerin.

Der Deutsche Kinderschutzbund Niedersachsen hatte am Mittwoch unabhängige Beschwerdestellen für Kinder gefordert. "Gerade in Schulen brauchen die Jungen und Mädchen unbedingt verlässliche Formen, die ihnen vertrauensvolle Kommunikation und direkte Unterstützung sichern", sagte der Landesvorsitzende Johannes Schmidt am Mittwoch in Hannover.