Wennigsen Lehrerin soll Schüler auf Klassenfahrt angeleint haben

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Eine Lehrerin soll einen Schüler auf der Klassenfahrt angeleint haben. Kinderschutzbund fordert Beschwerdestellen für Kinder.

Wennigsen/Hannover. Nach einem am Dienstag bekannt gewordenen Fall eines offenbar von seiner Lehrerin angeleinten Schülers in Wennigsen (Region Hannover) hat der Deutsche Kinderschutzbund Niedersachsen unabhängige Beschwerdestellen für Kinder gefordert. "Gerade in Schulen brauchen die Jungen und Mädchen unbedingt verlässliche Formen, die ihnen vertrauensvolle Kommunikation und direkte Unterstützung sichern", sagte der Landesvorsitzende Johannes Schmidt am Mittwoch in Hannover.

Der Bund beruft sich auf das 2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz, das strukturelle Maßnahmen im Kinderschutz vorschreibt. Eine Lehrerin der Sophie-Scholl-Gesamtschule in Wennigsen soll einen Schüler im Oktober auf einer Klassenfahrt an die Leine gelegt haben. Den Vorfall hatte die Schulleitung der Niedersächsischen Landesschulbehörde gemeldet. Die Ermittlungen dauern an.