Aktion Brand oder Angriff: Übungen an abgeschalteten AKW

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Nach Fukushima sind Brunsbüttel und Krümmel nicht mehr am Netz. Für den Ernstfall eines Unglücks wurde jetzt trotzdem geprobt.

Brunsbüttel. Der Stromkonzern Vattenfall hat in seinen abgeschalteten Atomkraftwerk Brunsbüttel die schnelle Reaktion auf einen Angriff simuliert. Werkschutz, Polizei und das zuständige Kieler Energieministerium mussten am Dienstag in einer gemeinsamen Aktion das Kraftwerksgelände sowie Gebäude der Anlage sichern.

Bereits am Montagabend hatte es im ebenfalls abgeschalteten AKW Krümmel bei Geesthacht eine Brandschutzübung mit Feuerwehren der Umgebung gegeben. Solche Übungen werden regelmäßig durchgeführt, um im Ernstfall ein schnelles und effektives Eingreifen sicher zu stellen. Für Kraftwerksbetreiber sei es wichtig, auf verschiedene Szenarien gut vorbereitet zu sein, sagte eine Vattenfall-Sprecherin.

Aufgrund einer Pannenserie sind die Anlagen in Brunsbüttel und Krümmel seit fünf Jahren nicht mehr am Netz. Beide gehören zu den acht Kraftwerken in Deutschland, die nach der Katastrophe von Fukushima endgültig abgeschaltet wurden, aber noch keine Stilllegungsgenehmigung haben.