Nacht des Wissens

Hamburgs Forscher öffnen ihre Labore

Foto: DESY

Von Archäologie über Informatik, Infektions- und Klimaforschung bis Robotik: Was die Nacht des Wissens am Sonnabend für Besucher zu bieten hat.

Hamburg. Es wird ein Fest für Entdecker, junge und alte Menschen, für all jene, die sich für die Forschung begeistern: Am Sonnabend findet in Hamburg die vierte Nacht des Wissens statt. Mehr als 650 Programmpunkte in 45 wissenschaftlichen Einrichtungen stehen zur Wahl - der Eintritt ist überall kostenlos. Was sollten Besucher sich anschauen? Das Abendblatt gibt Tipps.

Archäologie

Mit Hightech in die Vergangenheit

Laserscanning, 3-D-Vermessung, Modellierung und Rekonstruktion: Die Archäologie nutzt modernste Techniken, wie Juniorprofessorin Britta Ramminger und ihr Team vom Archäologischen Institut der Uni Hamburg berichten.

Edmund-Siemers-Allee 1, Foyer, Hörsaal C, 20.15 und 21.45 Uhr, jeweils 20 Minuten.

Biologie

Zähne, Fell und Krallen - wie fühlt sich das an?

Bei dieser Aktion können die Besucher Knochen und Skelette untersuchen; Biologe Daniel Bein erklärt, anhand welcher Merkmale man bestimmte Tierarten bestimmen kann.

Uni Hamburg, Zoologisches Museum, Martin-Luther-King-Platz 3, 17, 19, 21, 23 Uhr, je 30 Min.

Illuminierte Tropengewächshäuser: Planten un Blomen

Bananenstauden, Palmen und Kakaobäume: Wie diese tropischen Pflanzen wachsen und genutzt werden, erklären Stefan Rust und Walter Krohn vom Botanischen Garten der Uni Hamburg. Die Teilnehmerzahl ist pro Führung auf 25 Personen begrenzt.

Planten un Blomen, Eingangshalle der Tropengewächshäuser, Führungen 17 bis 23 Uhr, je 50 Min.

Chemie

nanoTruck

Die mobile, doppelstöckige Ausstellungs- und Erlebniswelt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung lädt dazu ein, die Welt kleinster Materiestrukturen zu erleben.

Uni Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Vorplatz, Vorträge ab 18 Uhr stündlich, je 10 Min.

Informatik

Wie sicher ist der Cyberspace?

Ohne das Internet wäre unsere Welt nicht mehr denkbar. Doch ab und zu schrecken uns globale "Internet-Katastrophen" auf, etwa die weltweite Sperrung von YouTube 2008 durch Pakistan Telecom. Wie kann ein Schutz dagegen aussehen?

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Berliner Tor 5, 1. OG, Raum 01.11, Vorträge um 17.30, 19.30, 21.30 Uhr, je 20 Min.

Infektionsforschung

Malaria-Parasiten und Co.

Forscher des Bernhard-Nocht-Instituts zeigen unter dem Mikroskop, wie sie Malaria-Parasiten erforschen.

Bernhard-Nocht-Straße 74, Foyer, 17 bis 24 Uhr

Was sind Viren?

Influenza, Hepatitis, Aids - wie die Viren unseren Körper beeinflussen, erläutert Dr. Adam Grundhoff.

Heinrich-Pette-Institut, Martinistraße 52, N63, 17 Uhr, Ferdinand-Bergen-Auditorium im EG.

Klima

Bäume pflanzen für den Klimaschutz?

Warum gibt es in der Sahara so wenige Pflanzen? Kann sich das künftig ändern? Und sollte man wirklich Bäume pflanzen, um das Klima zu retten? Science-Slam-Gewinner Sebastian Bathiany vom Max-Planck-Institut für Meteorologie erklärt, welche Rolle die Vegetation im Klimasystem spielt.

KlimaCampus, Bundesstraße 53-55, Geomatikum im EG, 18 Uhr (Hörsaal 4), 19 Uhr (Hörsaal 2).

Medizin

Kollege Computer bittet zur OP

Besucher können ihre Fähigkeiten als Operateure am OP-Simulator Voxel-MAN testen, etwa Zahnkaries entfernen, durch den Schädel einen Zugang zum Mittelohr fräsen oder mit einem Endoskop einen Eingriff an der Nase vornehmen.

UKE, Martinistr. 52, Campus Lehre (N55), Foyer, ab 17 Uhr, je 20 Min.

Tatort Gehirn

Während einer Straftat werden viele Sinneseindrücke vom Gehirn des Täters aufgenommen, verarbeitet und gespeichert. Ein Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, ob diese Gedächtnisspuren aufgedeckt werden können, um den Täter zu identifizieren.

UKE, Martinistr. 52, Hörsaal der Frauenklinik (W30), 18.30, 20.30, 22.30, je 30 Min., ab 10 Jahren

Physik

Mit Teilchenbeschleunigern, Supercomputern und Spezialteleskopen ergründen die Wissenschaftler am Deutschen Elektronen-Synchrotron (Desy) die Bausteine und Kräfte im Universum. Diese Forschung können Besucher von 12 bis 24 Uhr auf zwei Wegen nachvollziehen: Bei kurzen Vorträgen, etwa im Science Café in Gebäude 9a (14, 15.30, 17, 18.30, 20 Uhr) oder bei Experimenten im Schülerlabor "physik.begreifen" in Gebäude 34a (ab zehn Jahren); und indem sie das Gelände erkunden, etwa bei der "Entdeckertour 3", die u. a. durch den Teilchenbeschleuniger HERA führt (14-20 Uhr).

Notkestraße 85

Robotik

Wie sehen Roboter unsere Welt?

Wie geschickt sind Roboter schon heute? Und wie sehen sie mit künstlicher Intelligenz (KI) unsere Welt? Prof. Sven-Ole Voigt und sein Team laden ein zu einer Reise von der technischen Realisierung menschlicher Sinnesorgane bis zur KI.

TU Hamburg-Harburg, Denickestr. 22, Gebäude i, Audimax II, 18 Uhr.

Weitere Informationen für Ihre persönliche Planung der Nacht des Wissens sowie das vollständige Programm finden Sie unter: www.abendblatt.de/wissen-langenacht

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