15.05.12Joballtag
Tagträume im Büro verhelfen zu mehr Kreativität
Hinterher sei man oft produktiver, effektiver und kreativer. Wer Höchstleistung bringen möchte, muss dem Geist auch mal Ruhe gönnen.
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Tagträumen beflügelt die Kreativität von Beschäftigten - auch wenn das dem Chef vielleicht nicht gefällt
Heidelberg. Der Chef wird vermutlich nicht begeistert sein – doch Beschäftigte sollten sich von Zeit zu Zeit ruhig einen kleinen Tagtraum während der Arbeit erlauben. "Hinterher ist man oft produktiver, effektiver und kreativer", sagt Prof. Lothar Seiwert, Experte für Zeitmanagement aus Heidelberg.
Denn wer auf Dauer Höchstleistung erbringen möchte, müsse seinem Geist ab und an eine kleine Pause gönnen. Fünf Minuten lang aus dem Fenster zu schauen, könne dabei durchaus hilfreich sein.
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Burnout bedeutet soviel wie "ausgebrannt sein". Ein Burnout-Syndrom bekommen meist Menschen, die über lange Zeit an ihrer Leistungsgrenze arbeiten, sich in ihrem Beruf überengagieren und extrem hohe Erwartungen an sich selbst stellen.
Gerade weil Burnout vor allem ehrgeizige Mitarbeiter trifft, ist deren schleichendes Abgleiten in den Burnout oft nicht erkennbar.
Ausgangspunkt ist oft Überengagement im Beruf, der zum Lebensinhalt wird. Der Betroffene verleugnet seine Bedürfnisse.
Anzeichen sind häufige Flüchtigkeitsfehler, völlige Erschöpfung, chronische Müdigkeit, Energiemangel und Konzentrationsstörungen.
Oft folgt ein reduziertes Engagement, einige Betroffene machen Schuldzuweisungen und werden aggressiv.
Es kann aber auch zu Depressionen und Angststörungen kommen. Die Suchtgefahr steigt.
Wer einem Burnout-Syndrom vorbeugen will, sollte sein Privatleben stärker pflegen, Konfliktstrategien erlernen, häufiger Kompromisse durchsetzen und sich gegen Überforderung im Beruf wehren.
(dpa/tmn)