25.01.13

Ernährung

Deutsche Suppenliebhaber greifen seltener zur Tüte

Jeder Deutsche isst im Schnitt 100 Teller Suppe. Selbst gekocht wird immer weniger. In der Hitliste steht, was der Norden löffelt.

Foto: Getty
Früher galt die Anzahl der Fettaugen auf der Suppe als Zeichen des Wohlstands. Heute steht eher der Trend zu fettarmer Ernährung auf den Speiseplan. Allerdings sind viele Geschmacksstoffe im Fett gelöst und gehen deshalb bei dessen Entfernung verloren.
Süppchen gefällt? Die Klare ist dabei genauso beliebt wie die Gebundene

Bonn/Hamburg. Ist Ihnen kalt und Sie haben gerade richtig Lust auf eine schöne Suppe? Dann sind Sie nicht allein: In Deutschland werden im Jahr mehr als 100 Teller Suppe pro Kopf verzehrt. Aber die Deutschen machen sich's zusehends einfach: Mehr als die Hälfte davon ist nicht selbst gekocht, geht aus Ermittlungen des Deutschen Suppen-Instituts hervor. Und was steht bei Hamburgern auf der Suppenspeisekarte ganz oben? Die Aalsuppe - wobei die einen sagen, es hieße, dort sei "aales" drin, die anderen beziehen sich auf Aalstücke, die neben Gemüse und Mehlklößchen enthalten sein sollten. Mit einer Portion Backobst wird sie zum Eintopf mit süß-säuerlicher Note - das was Norddeutsche lieben.

Im Jahr 2011 betrug der Umsatz der Suppenindustrie ohne Tiefkühlsuppen 316,8 Millionen Euro, 5,6 Prozent weniger als 2010. Dabei nahm der Anteil der Trocken- und Instantsuppen um 9,3 Prozent ab, der Umsatz bei Nasssuppen – zum Beispiel aus Dosen - legte ein Prozent zu. Nur gut fünf Prozent der Produktion werden exportiert.

Die beliebtesten Trockensuppen sind laut Deutschem Suppeninstitut die Hühner-, Frühlings- und Spargelcremesuppe. Aus Dosen mögen die Deutschen vor allem Gulasch-, Bihun- und Erbsensuppe. Bei den Eintöpfen führen Linsen vor Erbsen- und Gemüseeintöpfen.

Während gebundene und klare Suppen landauf, landab gleichermaßen begehrt sind, verraten Speisekarten doch regionale Vorlieben wie die rheinische Erbsensuppe mit Speck, die Hamburger Aalsuppe und – in ganz Ostdeutschland – die Soljanka. Hochzeitsuppe wird in Norddeutschland besonders gern gegessen, Kartoffelsuppe in Bayern und Flädlesuppe in Schwaben.

Traditionell ist der Suppenkonsum in der kälteren Jahreszeit höher. Umfragen zufolge verbinden viele Menschen mit dem Begriff etwas Wärmendes, Stärkendes, eine besondere Zuwendung. Bei jungen Leuten sind – einhergehend mit dem Trend zu gemeinsamem Kochen für Freunde – selbst gemachte Suppen wieder im Kommen.

(HA/dapd)
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