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Bundespräsident: Die Kandidaten im Internet

Wie sich Wulff, Gauck und Jochimsen im Netz verkaufen

Kein normaler Bürger kann sie wählen. Doch im Internet tun die Kandidaten um das Amt des Bundespräsidenten so, als stimme das Volk über sie ab.

Christian Wulff bei einem Termin bei Radio ffn im März 2008.
Foto: picture-alliance/ dpa/dpa

Sie bloggen, mailen und twittern, was die Leitungen und Netze hergeben: Christian Wulff, Joachim Gauck und Luc Jochimsen beschäftigen eine Hundertschaft von Menschen, die sich um ihre Internetauftritte und die Präsenz der Präsidentenkandidaten im Internet kümmern.

Wer das World Wide Web dominiert, könnte auch am 30. Juni bei der Wahl des neuen deutschen Bundespräsidenten die Nase vorn haben. Dabei können die Bürger überhaupt nicht über ihr Staatsoberhaupt bestimmen. Doch wer die Nachrichtenströme und Akzente im Netz setzt, wird auch leichter von den Medien wahrgenommen, hat einen vorgeblich engen Kontakt zum Bürger und gibt sich nebenbei modern. Das liegt auch im Sinne des Favoriten Wulff.

Zu den offiziellen Seiten der Kandidaten gelangen Sie auch hier:

christian-wulff.de

www.joachim-gauck.de

lukrezia-jochimsen.de

Die Kandidatenkarriere von Gauck ist eng mit dem Netz verknüpft. Denn viele „Webbies“ und Blogger haben sich früh auf ihn als ihren Sympathie-Kandidaten festgelegt. Bei Facebook sind mehr als 32.000 Menschen einer Gruppe beigetreten, die Gauck als Präsident sehen will. Bei Twitter signalisiert „MyGauck“ die Unterstützung für den 70-Jährigen. Dabei gab er unlängst zu: Er sei „nicht oft im Internet unterwegs“. Aber seine Kinder und Enkelkinder erzählten ihm, „was da abgeht“.

  • Der Bundespräsidenten-Kandidat Christian Wulff (CDU).

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