Bundeswehr Schwere Mobbingvorwürfe gegen deutsche Marinesoldaten


Das Marine-Schnellboot Hermelin (Archivbild): Hier soll sich der Vorfall ereignet haben

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Das Marine-Schnellboot Hermelin (Archivbild): Hier soll sich der Vorfall ereignet haben

Die Beschuldigten sollen einen Vorgesetzten thailändischer Herkunft mit einem Spanngurt fixiert und die Worte "hier wohnen die Mongos" auf seine Haut geschrieben haben.

Potsdam/Beirut. Bei einer Auseinandersetzung auf einem Marine-Schnellboot ist ein Bootsmann von Obermaaten angegriffen worden. Das Einsatzführungskommando in Potsdam bestätigte am Dienstagabend den Vorfall, der sich bereits am 15. Februar auf dem Schnellboot "Hermelin" im Hafen von Beirut zugetragen hatte.

Der den Obermaaten vorgesetzte Bootsmann sei aus seiner Koje gezogen, mit Tape und einem Spanngurt auf einem Tisch fixiert und anschließend am Bein bemalt worden.

"Hier wohnen die Mongos"

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch), die zuerst über den Vorfall berichtete, sollen sie dem Deutschen thailändischer Herkunft die Worte: "Hier wohnen die Mongos" auf die Haut geschrieben haben.

Die vier Soldaten wurden nach Angaben des Einsatzführungskommandos nach Deutschland zurückgeschickt. Gegen weitere Soldaten, die möglicherweise beteiligt waren, werde noch ermittelt. Weitere personelle Maßnahmen würden geprüft.

Verdacht auf tätlichen Angriff

Wie das Einsatzführungskommando weiter mitteilte, wurde der Vorfall am 22. Februar wegen des Verdachts eines tätlichen Angriffs auf einen Vorgesetzten an die Staatsanwaltschaft abgegeben.

Das Schnellboot "Hermelin" beteiligt sich an dem UNIFIL-Einsatz vor der Küste des Libanons, um den Waffenschmuggel zu unterbinden und die Seewege zu kontrollieren.