14.01.13

Laieszhalle

Simone Young gratuliert Wagner mit "Rienzi"

Die Generalmusikdirektorin eröffnete das Hamburger Wagner-Jahr mit einer konzertanten Aufführung des Frühwerks in der Laeiszhalle.

Von Joachim Mischke
Foto: Juergen Joost
Premiere A - Rienzi, der Letzte der Tibunen
Simone Young und die Hamburger Staatsoper interpretierten in der Laieszhalle Wagners Frühwerk "Rienzi"

Hamburg. Mag ja sein, dass alle Wege nach Rom führen. Sehr viele Wagner-Interpreten machen dennoch einen weiten Bogen um dessen Frühwerk "Rienzi", das in sehr epischer Breite von Leben und Sterben eines römischen Volkstribuns berichtet. Simone Young jedoch begann den Hamburger Gratulationsmarathon zum 200. Geburtstag des Komponisten mit einer kleinen Aufführungs-Serie dieser Rarität – allerdings nur konzertant in der Laeiszhalle statt auf der Bühne der Staatsoper und mit allem Drum und Dran, die ein solcher Brocken normalerweise verlangt.

Um die Geduld des am Ende begeisterten Premierenpublikums am Sonntag nicht übermäßig zu strapazieren, wurde die Partitur auf knapp drei Stunden Spieldauer zusammengestrichen. Das mag, wenn man als Wagnerianer Masse statt Klasse bevorzugt, ein eher kleiner Vorteil gewesen sein. Der größte Vorteil dieser kostüm- und bühnenbildlosen Version hieß Andreas Schager, ein Wagner-Tenor, wie er im Lehrbuch alter Schule steht, der sich in der gefürchtet anstrengenden Titelrolle mit enormem Druck und prächtiger Strahlkraft für Auftritte an der Dammtorstraße empfahl.

Einige im Ensemble konnten auf diesem Niveau mithalten: Katja Pieweck beeindruckte in der Hosenrolle des Adriano ebenso wie Ricarda Merbeth als Rienzis Schwester Irene. Schade nur, dass die Phonstärke der auf kleinem Raum versammelten Musiker-Massen die akustischen Möglichkeiten des Saals stellenweise doch arg überforderte.

Young besann sich bei dieser "Rienzi"-Premiere auf ihre Stärken als effektsichere Wagner-Dirigentin mit Kondition und Übersicht. Das Potpourri mit Überlänge aus dem Frühwerk war in dieser Hinsicht nur ein Vorglühen und ein Vorgeschmack auf die zehn großen Opern des Gesamtkunstwerkers, die ab Mai regulär in der Staatsoper zu hören sind. Und dann auch zu sehen.

Weitere Termine: 16.1., 18.1., jeweils 19.00. Weitere Infos unter www.staatsoper-hamburg.de

Eine ausführliche Kritik lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe vom Hamburger Abendblatt

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