23.11.12

Docks

Immer noch die am besten gekleideten Krawallbrüder

Wer "The" sagt, muss auch "Hives" sagen: Zumindest, wenn er von exzellentem Garagenrock spricht - und von schwedischen Springteufeln.

Von Alexander Josefowicz
Foto: dapd
So mag er es am liebsten: Howlin' Pelle Almqvist, Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit
So mag er es am liebsten: Howlin' Pelle Almqvist, Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit

Hamburg. "Nulla salus sine Lex Hives" steht auf dem Pullover am Merchandising-Stand. Verdammt, wie war das noch mit dem Lateinischen? Nulla hieß doch so viel wie "kein", "nichts", oder? "Lex Hives" ("Das Gesetz der Hives", dafür reicht's gerade noch), das ist das erste Album seit 2007 von The Hives. Aber was zum Geier ist mit salus und sine? Und hatte man das nicht schon mal vor Jahren übersetzt, als auf dem mittlerweile den Weg alles Irdischen gegangenen T-Shirt noch "Nulla salus sine The Hives" stand? Naja, egal. Der Selbstbildungsauftrag ist ohnehin schnell vergessen, als Howlin' Pelle Almqvist und die vier anderen natürlich wie immer im feinsten Zwirn gewandeten Schwedenhappen auf die Bühne des ausverkauften Docks kommen. Und von Anfang bis Ende des knapp anderthalbstündigen Konzerts Vollgas geben.

Almqvist hatte zum Frühstück augenscheinlich mal wieder mit Red Bull aufgekochten Espresso, dazu gab's vermutlich einen leckeren Guarana-Salat. Und weil alleine Toben bekanntermaßen nur halb so viel Spaß macht, kommandiert der Frontmann fröhlich das Publikum in der Gegend herum, versichert allen, was es für eine Ehre für sie wäre, heute diesem Konzert beiwohnen zu dürfen und befleißigt sich auch ansonsten allerlei rhetorischem Quatsch. Wenn er nicht gerade erzählt, klopfen er und die anderen vier Herren mächtig einen raus: die flammneuen Stücke wie "Come on!", "I Want More" und "Patrolling Days" reihen sich nahtlos ein in das große Garagenrock-Rundumwohlfühlpaket, zu dem natürlich auch der Über-Klassiker "Hate To Say I Told You So" gehört. "Walk Idiot Walk", "Tick Tick Boom" und "Die, All Right" führen ebenso zu breitem Grinsen im Publikum wie die wohl nur von Udo Lindenberg übertroffene Mikrofon-Akrobatik Almqvists.

Nach 90 Minuten eint Menschen auf und vor der Bühne ein durchgängiger Schweißfilm, gute Laune und leichtes Klingeln in den Ohren. The Hives ist vielleicht nicht die kreativste Band auf diesem Planeten, aber sie gehört definitiv zu den besten Live-Performern. Bleiben bloß noch zwei Fragen: müssen die als Ninjas verkleideten Stagehands auch abseits der Bühne im schwarzen Strampelanzug herumlaufen? Und was heißt jetzt dieser verdammte Spruch vom Pullover? Der leicht eingestaubte Stowasser im Regal hilft zumindest ansatzweise weiter: "Kein Glück ohne 'Lex Hives'" oder "Keine Rettung ohne 'Lex Hives'". Kann man so stehen lassen.

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