14.11.12

Wegen Aufruf zum Totschlag

Strafanzeige gegen Xavier Naidoo erstattet

Der Jugendverband Linksjugend hat wegen eines versteckten Songs Strafanzeige gegen Xavier Naidoo und seine Plattenfirma erstattet.

Von Alexander Josefowicz
Foto: dpa-Zentralbild
Kool Savas und Xavier Naidoo als Xavas beim Bundesvision Song Contest
Kool Savas und Xavier Naidoo als Xavas beim Bundesvision Song Contest

Hamburg. "Gespaltene Persönlichkeit", das aktuelle Album von Xavier Naidoo und Kool Savas, könnte für den bekannten Sänger strafrechtliche Folgen haben. Auf einem "Hidden Track" (ein Lied, das am Ende eines Albums nach längerer Pause erklingt und nicht in der offiziellen Zählung aufgeführt wird) ruft der "Voice of Germany"-Juror nach Ansicht des Jugendverbands Linksjugend ['solid] zur schweren Körperverletzung und zum Totschlag auf und macht sich darüber hinaus der Volksverhetzung schuldig.

In dem Text geht es um Ritualmorde an Kindern, der Text ist mehr als drastisch: "Ich schneid euch erstmal die Arme und Beine ab (...) so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend, trotzdem will ich euch töten", rappt Kool Savas, bevor Naidoo zur Frage "Warum liebst du keine M(...)?" ansetzt und Savas ergänzt: "weil jeder Mensch doch aus einer ist?" Im Refrain fragt sich Naidoo dann noch "Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt? "

Was genau die beiden Musiker damit anklagen wollen, bleibt unklar. Auch im von der "Bild"-Zeitung zitierten Interview des Radiosenders "FFN" mit Naidoo erhält man keine Auskunft: "Da geht es um furchtbare Ritualmorde an Kindern, die tatsächlich ganz viel in Europa passieren, über die aber nie jemand spricht, nie jemand berichtet."

Josi Michalke, die Sprecherin der Linksjugend führt dazu aus: "Dieser Song transportiert Menschenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und Homophobie. Hier werden auf haarsträubende Art und Weise satanistische Rituale mit Kindesmissbrauch mit Pädophilie mit Homosexualität gleichgesetzt. Das ist eine Frechheit." Sie sagt weiter: "Dass ein bundesweit bekannter Musiker, der auch regelmäßig in verschiedenen Fernseh-Shows vor einem Millionenpublikum auftritt, dieses Gedankengut versteckt und unbehelligt an seine Fans weitergeben können soll, können und wollen wir nicht akzeptieren."

Als Konsequenz daraus hat die Organisation Strafanzeige wegen des Aufrufs zur schweren Körperverletzung und zum Totschlag und wegen des Straftatbestands der Volksverhetzung gegen Naidoo und seine Plattenfirma erstattet. Die Staatsanwaltschaft Mannheim bestätigte den Vorgang auf Abendblatt-Anfrage.

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