23.10.12

Konzertkritik Ein Hamburger Heimspiel für Max Herre

Von Heinrich Oehmsen
Konzert Max Herre

Foto: DAPD

Konzert Max Herre Foto: DAPD

Er kommt zwar aus Stuttgart, trotzdem ist Hamburg für Max Herre wie ein zweites Zuhause. Ein langes Konzert mit vielen Höhepunkten.

Hamburg. Zeit spielte für Max Herre keine Rolle. Um 22.30 Uhr verließ er mit seiner Band nach einem 90minütigen Konzert die Bühne zum ersten Mal, eine Stunde später musizierte er immer noch in der restlos ausverkauften Großen Freiheit 36. Für das ehemalige Mitglied des Stuttgarter Freundeskreis-Kollektivs war sein Hamburger Konzert wie ein Heimspiel, denn Herre unterhält bis heute enge Beziehungen zur Hamburger Hip-Hop-Szene. Da war es auch nicht wirklich überraschend, als zur Hälfte des Abends Samy Deluxe auf die Bühne kam und mit Herre zusammen einen Track rappte.

Mit seiner sechsköpfigen Band spielte der Mützenträger ein Programm aus alten Freundeskreis-Nummern wie "Esperanto" und "A.N.N.A." und Songs aus seiner Solokarriere, die er 2004 startete. Viele Songs seines aktuellen Repertoires stammen aus seinem neuen Album "Hallo Welt" wie "Freedom Time", "Jeder Tag zuviel", das etwas schnulzige "Wolke 7" und das politische "Berlin-Tel Aviv", in dem Herre das Schicksal einer Jüdin besingt, die 1938 Deutschland verlassen muss. Die Fans war restlos aus dem Häuschen und feierten Herre genauso wie sie es mit Jan Delay, Samy oder Fettes Brot getan hätten. Heimspiel eben. (oeh)