07.02.13

63. Berlinale

Prominente und Frauenrechtler auf dem roten Teppich

Die deutsche und internationale Filmprominenz hat sich zur Eröffnung der 63. Berlinale versammelt - auch Frauenrechtler von Femen kamen.

Von HA
Foto: dpa/pa

Schauspielerin Nadine Warmuth (l.) und Model Eva Padberg

16 Bilder

Berlin. Gedrängel auf dem roten Teppich vor dem Berlinale-Palast: Internationale Stars und deutsche Filmprominenz haben sich am Donnerstagabend zur Eröffnung der 63. Internationalen Filmfestspiele in Berlin versammelt. Zu den Gästen zählten unter anderem Schauspieler wie Jane Fonda, Nina Hoss, Iris Berben, Hannelore Elsner, Mario Adorf und Jürgen Vogel. Bei leichtem Schneefall zeigten sich auch Kameramann Michael Ballhaus und Regisseur Wim Wenders. Rund 1600 prominente Gäste waren zur Eröffnungsgala mit Festivaldirektor Dieter Kosslick und Comedystar Anke Engelke gekommen.

Am Rande des roten Teppichs haben sich Mitglieder der Frauenrechtsgruppe Femen entblößt. Sie protestierten gegen die weibliche Genitalverstümmelung und hatten einen Protestschriftzug auf ihre nackten Oberkörper gemalt. Die Polizei sprach am Abend von vier Frauen, wahrscheinlich aus der Ukraine. Sie seien kurzfristig in Polizeigewahrsam gekommen und hätten einen Platzverweis erhalten, sagte ein Sprecher der Polizei. Die ukrainische Frauenrechtsgruppe will in Berlin ein Büro eröffnen. Hauptziel ist die Abschaffung legaler Prostitution.

Als Eröffnungsfilm des elftägigen Festivals stand das chinesische Kung-Fu-Drama "The Grandmaster" (Der Großmeister) auf dem Programm. Regisseur Wong Kar Wai ("In The Mood For Love"), dessen Film außer Konkurrenz läuft, ist auch Vorsitzender der Berlinale-Jury. Weitere Jury-Mitglieder sind unter anderen der deutsche Regisseur Andreas Dresen, der US-amerikanische Schauspieler und Regisseur Tim Robbins sowie die dänische Regisseurin Susanne Bier.

Das Festivalprogramm umfasst 24 Filme, von denen 19 um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren. Vertreten sind Beiträge aus 22 Ländern, von denen 17 Weltpremieren sind. Bis zum 17. Februar zeigt die Berlinale mehr als 400 Filme.

Aus Deutschland tritt das Auswanderer-Epos "Gold" von Thomas Arslan mit Nina Hoss an. Zum Abschluss seiner "Paradies"-Trilogie zeigt der Österreicher Ulrich Seidel das letzte Kapitel "Paradies: Hoffnung". Neben mehreren Produktionen aus Osteuropa sind die USA und Frankreich stärker vertreten.

Regisseur Steven Soderbergh ist mit dem Psychothriller "Side Effects" ("Nebenwirkung") mit Jude Law, Rooney Mara und Catherine Zeta-Jones im Wettbewerb. Aus den USA kommt auch die Action-Komödie "The Necessary Death of Charlie Countryman" von Fredrik Bond mit Shia LaBeouf, Evan Rachel Wood und dem deutschen Schauspieler Til Schweiger.

Mit einem aktuellen Problem beschäftigt sich ein weiterer US-amerikanischer Film mit dem Titel "Promised Land". Matt Damon legt sich als Einzelkämpfer mit einen Gaskonzern an, der mit unkonventionellen Methoden – durch das sogenannte Fracking – neue Erdgasquellen erschließen will.

Als Weltpremiere wird im Wettbewerb zudem der französische Film "Camille Claudel 1915" von Bruno Dumont mit Juliette Binoche gezeigt. Catherine Deneuve spielt in einem weiteren französischen Beitrag mit dem Titel "Elle s'en va" ("Auf meinem Weg") von Emmanuelle Bercot, der ebenfalls als Weltpremiere präsentiert wird. Gezeigt wird zudem eine Neuverfilmung des Romans von Denis Diderot "La Religieuse" ("Die Nonne"), bei dem auch die deutsche Schauspielerin Martina Gedeck mitspielt. Weitere Filme kommen unter anderem aus Spanien, Rumänien, dem Iran, den Niederlanden, der Russischen Föderation und Polen. Im polnischen Beitrag spielt ein homosexueller Priester die Hauptrolle.

Außer Konkurrenz laufen unter anderem die US-Produktion "Before Midnight" mit Ethan Hawke und Julie Delpy sowie die Verfilmung des Bestsellers "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier unter der Regie von Oscar-Preisträger Bille August. Er konnte dafür Weltstars wie Jeremy Irons, Martina Gedeck, August Diehl, Christopher Lee und Charlotte Rampling gewinnen.

Der französische Dokumentarfilmer Claude Lanzmann wird für sein Lebenswerk geehrt. Sein Epos "Shoah" wird bei der Berlinale als digital restaurierte Fassung gezeigt. Zudem werden die italienische Schauspielerin Isabella Rossellini sowie der deutsche Filmemacher Rosa von Praunheim ausgezeichnet.

Mit Material von dpa und kna
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