17.01.13

TV-Drama um Kinderhandel

"Operation Zucker" im Netz: Server überfordert

Da die FSK Szenen des Dramas für bedenklich hielt, mussten die Zuschauer im Anschluss auf die ARD-Mediathek zugreifen, um das Ende zu sehen.

Foto: Marcelo Hernandez
Schauspielerinnen Nadja Uhl und Senta Berger. Spielen die Hauptrollen in ARD-Drama "Operation Zucker". Fototermin im Holändischen Zimmer des Atlantic Hotels in Hamburg.
Schauspielerinnen Nadja Uhl und Senta Berger spielen die Hauptrollen in dem ARD-Drama "Operation Zucker"

Die ARD hatte sich das ganz praktisch gedacht und wollte die aufgrund einer Entscheidung der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) gestrichenen Szenen des Films "Operation Zucker" kurz nach der Ausstrahlung im Internet zeigen – doch dann brach der Server zusammen. Was für Verdruss unter den Zuschauern sorgte, die kurz vor Filmbeginn darauf hingewiesen wurden, dass "Operation Zucker" nur in gekürzter Form gezeigt werden könne.

Eine ARD-Sprecherin sagte dem Abendblatt, dass es nach Sendeschluss innerhalb von zwei Stunden 700.000 bis 800.000 Zugriffe auf die ARD-Mediathek gegeben habe. Dies habe den Server überfordert. Einen Komplettausfall habe es aber nicht gegeben. Allerdings hätten eine Stunde lang nicht alle Nutzer auf den Server zugreifen können. Über mobile Medien wie Tablett-Pcs und Smartphones sei die ARD-Mediathek aber jederzeit zu erreichen gewesen. Insgesamt verfolgten 6,27 Millionen Menschen den Film mit Nadja Uhl und Senta Berger in den Hauptrollen.

In dem vom Bayrischen Rundfunk produzierten Kriminalfilm "Operation Zucker" geht es um Kinderhandel und Kinderprostitution. Nach der Entscheidung der FSK endete der Film drei Minuten vor der Originalversion und durchaus positiv, weil der Zuschauer die beiden minderjährigen Hauptfiguren aus den Fängen der Kindesmissbraucher gerettet wähnte.

Tatsächlich aber zeigt der Film den Jungen auf dem Strich am Bahnhof Zoo in Berlin, das Mädchen wird vor den Augen der Kriminalbeamtin erneut ent- und einem Kinderschänder zugeführt.

Die FSK befürchtete, dass diese deprimierende Wende Teenager überfordern könne: Ein klassisches Beispiel, warum seit langem über den Jugendschutz im Fernsehen gestritten wird – und ein Fall, der wieder die Frage nach der richtigen pädagogischen Entscheidung aufwirft.

(tha/khr)
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