24.12.12

Schmidt-Theater "Fat King Konrad" feiert auf dem Kiez sein "Fettes Fest"

Von Stefan Reckziegel
Konrad Stoeckel - am 01.06.2012 bei der NDR Talkshow in Hamburg

Foto: pa/Jazzarchiv/JAZZ ARCHIV HAMBURG

Konrad Stoeckel - am 01.06.2012 bei der NDR Talkshow in Hamburg Foto: pa/Jazzarchiv/JAZZ ARCHIV HAMBURG

Der Hamburger Hardcore-Comedian Konrad Stöckel präsentierte seine einzigartige Weihnachtsshow mit Künstlern aus ganz Deutschland.

Hamburg. Weihnachtsshows gibt es viele. Der Hamburger Hardcore-Comedy-Entertainer "Fat King" Konrad Stöckel präsentiert schon seit Jahren einen Tag vor Heiligabend im Schmidt-Theater eine sprichwörtlich einzigartige Show mit "Stimmung" in der Kehle und Konfetti aus der Hosentasche - inklusive Kuchen und Geschenk für jeden einzelnen der 400 Zuschauer. Auch zu seinem "Fetten Fest" 2012 folgten wieder Künstler aus dem ganzen Bundesgebiet Stöckels Einladung. Comedians, Zauberer und Musiker, von denen manche zum ersten Mal im ausverkauften Schmidt oder in Hamburg überhaupt auftraten.

Der aus dem "Quatsch Comedy Club" bekannte Michael Genähr mit seinen (Grenz-)Erfahrungen bei Aufritten in Altenheimen respektive "Seniorenresidenzen" und das Fuck Hornischen Orchestra hinterließen dabei im ersten Teil die unterhaltsamsten Eindrücke. Das aus der Poetry-Slam-Szene kommende Leipziger Duo gab in einer treffenden Parodie dem Schweizer Pop-Star DJ Bobo mit seinem ewigen Gesang von "Hope" und einstudierten Bewegungen zwischen "Erdbeerernte" und "Apfelernte" ordentlich Zucker. Der niederbayerische Nachwuchs-Comedian und Wahlkölner Maxi Gstettenbauer zeigte hernach, dass er mehr kann, als grenzwertige Schwulen- und Behindertenwitze zu reißen, indem er iPhone- und eplus-Usern aus der Seele sprach: "Ich wurde schon oft gesehen, aber noch nie gehört ..."

Kabarettist Wolfgang Trepper blieb als letztem der zehn Haup-Acts vorbehalten, die dreistündige Show gewohnt launisch-lautstark und fast schon traditionsgemäß zu beenden: Seine Abrechnung mit der ganz jungen Generation "Dick und dämlich" bis hin zu Reminiszenzen an die ZDF-"Hitparade" mit dem Schlager-Gralshüter Dieter Thomas Heck trafen - auch den Geschmack der Mehrheit im Saal. Nebenbei deckte Trepper auf, dass das heutige Comedy-Unikum Olaf Schubert in Wahrheit nur die bunten Pullunder des früheren "Hitparaden"-Lieblings Chris Roberts aufträgt.

Während Schmidt-Hausgrantler Trepper am späten Heiligabend im dortigen Theater die "Schrille Nacht" moderiert, lässt es Konrad Stöckel dann ausnahmsweise mal familiär und besinnlich zugehen: Der zuweilen sogar zauberhafte Komiker hat für 2012 auch ohne seine aus dem Privatfernsehen bekannte allerwerteste Böller-Nummer genug "Stimmung!" und Konfetti verbreitet. Auf ein Neues im nächsten Jahr!