25.11.12

O2 World

Deep Purple: Klassiker der Rockgeschichte

Die altgedienten Hardrock-Pioniere wühlten für 6000 Fans in der Hamburger O2 World in Klassikern aus vier Jahrzehnten Bandgeschichte.

Von Tino Lange
Foto: pa/dpa/Tass
Deep Purple - Konzert in St. Petersburg
6000 Fans feierten Deep Purple in der Hamburger O2-Arena

Hamburg. Als Deep Purples Gitarrist Steve Morse im Juli zusammen mit den Saitenbieger-Kollegen Joe Satriani und Steve Vai im Stadtpark spielte, stimmten die "G3" auch kurz "Smoke On The Water" an, jenen Hit, der einer urbanen Legende nach nicht im Gitarrenladen gespielt werden darf, wenn dort Instrumente ausprobiert werden. Vielleicht gilt das auch nur für "Stairway To Heaven" von Deep Purples Zeitgenossen Led Zeppelin, wer weiß. Zumindest griff Morse im Stadtpark bei "Smoke On The Water" absichtlich daneben, ein Saitenhieb auf diese einfachen wie populären Akkorde, die Rockgeschichte geschrieben haben.

Am Sonnabend in der Hamburger O2 World sitzen die Akkorde natürlich bei "Smoke On The Water", dem Klassiker, den viele der 6000 Fans dem Jubel nach am sehnlichsten erwarten. Dabei hat Deep Purple noch so einige weitere Songs auf der Setliste stehen. Den lässigen Groover "Strange Kind Of Woman" zum Beispiel, oder das mächtige "Space Truckin'". Natürlich fehlt auch das Billy-Joe-Royal-Cover "Hush" nicht, 1968 Deep Purples erster Hit.

Bis zur finalen Zugabe "Black Night" lassen Steve Morse, Sänger Ian Gillan, Bassist Roger Glover, Schlagzeuger Ian Paice und Organist Don Airey zwei Stunden lang wenig aus - bis auf "Child In Time", das seit 10 Jahren nicht mehr live gespielt wird, weil die Kreisch-Eskapaden für den Sänger mittlerweile zu anstrengend sind.

Aber Gillan hat auch so genug zu tun, wenn seine vier Kollegen nicht gerade zum ausufernden Solo ansetzen. Altes und Neueres, "Fireball" und "The Battle Rages On", "Lazy" und "No One Came" erheben sich zwar zwischendurch aus Gitarren- und Orgelmassakern. Aber die stetigen Alleingänge zeigen doch, dass früher nicht alles besser war. Soli spielt doch heute kein Mensch mehr. Aus gutem Grund. Mehr Band ist mehr.

(Anmerkung des Autors: In der ersten Fassung wurde Don Airey als "Stalinorganist" bezeichnet. Nicht nur aus historischen Gründen ein unpassendes Wortspiel)

Multimedia
Rock, Pop, Jazz

Hamburgs Konzertkalender

Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Top Video Alle Videos

Der britische Sänger Elton John hat seinen Partner David Furnish geheiratet. Die beiden Männer sind zwar schon seit 1993 ein Paar, die Homo-Ehe ist jedoch erst seit März 2014 in England legal.mehr »

Top Bildergalerien mehr
Boxen

Trainerlegende Fritz Sdunek gestorben

Bilder des Jahres

Hamburger Jahresrückblick 2014

Brandstiftung

Millionenschaden nach Großbrand

Sänger ist tot

Udo Jürgens – ein Leben auf der Bühne

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr