17.11.12

Sonntagskrimi Im Berliner "Tatort" spielen die Ermittler keine große Rolle

die noch zu tun sind

Foto: rbb/Volker Roloff/rbb Presse & Information

Die Berliner Kommissare ermitteln in der Drogenszene. Ina Weisse überzeugt als desillusionierte alleinerziehende Drogenfahnderin.

Hamburg. Es ist erst wenige Wochen her, dass Ina Weisse mit dem Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Wer das Gerichtsdrama "Am Ende einer Nacht" verpasst hat, für den sie geehrt wurde, bekommt nun erneut Gelegenheit, sich von Weisses Können zu überzeugen. Im "Tatort - Dinge, die noch zu tun sind" spielt sie eine desillusionierte alleinerziehende Drogenfahnderin, die sich aufreibt für Familie und Beruf.

Im Grunde sind Dominic Raacke und Boris Aljinovic als Kommissarduo Ritter & Starck nicht mehr als Stichwortgeber und Ermittlungsbeiwerk für eine fesselnde One-Woman-Show. Nicht etwa, weil der Fall so vertrackt wäre, sondern weil Weisse mit einer Intensität spielt, die den Bildschirm beinahe zum Platzen bringt, dabei aber die gesamte Handlung in der Schwebe lässt. Es geht um Drogentote und pubertierende Jugendliche, um das große Geld und verdrängte Wahrheiten. Und um tödliche Krankheiten, schließlich fällt der "Tatort" in die ARD-Themenwoche. Er gehört nicht in die erste Liga der Sonntagskrimis, hat aber eine aussichtsreiche Kandidatin zu bieten, wenn es wieder um die besten Schauspielleistungen des Jahres geht.

"Tatort - Dinge, die noch zu tun sind", Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

((jac))