15.11.12

Fabrik Sophie Hunger: Künstlerin in neuem Licht

Von Tino Lange
Sophie Hunger

Foto: Augustin_Rebetez/Beats International

Sophie Hunger kommt mit ihrem überraschend poppigen neuen Album "The Danger Of Light" am 17. November live in die Fabrik.

Sophie Hunger hat Amerika erobert, das hört man sehr deutlich auf dem neuen Album der Schweizer Ausnahmesängerin und Komponistin. War der Vorgänger "1983" (2010) noch von filigran ziselierten Jazz- und Folk-Pop-Collagen geprägt, so ist "The Danger Of Light" ein echtes Popalbum geworden. Zugänglicher, melodiöser und leider auch vorhersehbarer.

Lalala-Liedchen wie "LikeLikeLike" oder klassische Gala-Balladen wie "Souldier" hätten ihr die zu Recht hymnisch lobenden Kritiker von "1983" oder "Monday's Ghost" (2008) wohl kaum zugetraut. Das heißt nicht, dass Hunger, ihre Band sowie Gaststars wie Chili-Peppers-Gitarrist Josh Klinghoffer, der tolle Bright-Eyes-Trompeter Nathaniel Walcott oder Ex-Arcade-Fire-Schlagzeuger Howard Bilerman in Montréal, Los Angeles und in der Schweiz keine guten Ideen gehabt hätten. Nach wie vor wirken ihre Songs, speziell der Jazzschleicher "Perpetrator" und die Mini-Dramen "Heharun" und "Holy Hells" vom ersten Takt an. Möge es auch live in der Fabrik wieder ein Erlebnis werden.

Sophie Hunger Sa 17.11., 21.00, Fabrik (S Altona), Barnerstraße 36, Karten zu 21,50 im Vorverkauf; www.sophiehunger.com