Grundstücksverkauf geplatzt Rotes Kreuz hält am Standort Lokstedt fest

Foto: Patrick Piel / Patrick Piel/digit

Verkauf an Saga GWG platzte - mit ihm der Plan für 200 Wohnungen am Behrmannplatz. DRK: "Wir bedauern das Scheitern immer noch."

Hamburg. Nach dem geplatzten Grundstücksverkauf an die Saga GWG wird das Deutsche Rote Kreuz an seinem Hamburger Stammsitz in Lokstedt festhalten. Die Verkaufsambitionen für das 13.000 Quadratmeter große Areal am Behrmannplatz seien zu den Akten gelegt, sagte DRK-Sprecher Rainer Barthel dem Abendblatt. Damit sind auch die Pläne vom Tisch, das Areal zum "Wohnpark an der Schillingsbek" zu machen. Ursprünglich hatte die Saga GWG dort den Bau von 200 Wohnungen angepeilt. "Doch dieses Thema ist für uns abgeschlossen", sagt Barthel.

Hintergrund ist die vor einem Jahr gescheiterte Verkaufsverhandlung zwischen dem Landesverband des DRK und der Saga GWG. Beide Seiten wurden sich nicht über den Kaufpreis einig. Ein erstes Angebot des städtischen Wohnungsunternehmens habe 5,4 Millionen Euro betragen. Nach Ansicht des DRK entsprach das aber nicht dem "marktüblichen Preis", das Grundstück sei etwa das Doppelte wert. Und weil die Hilfsorganisation ihr Eigentum nicht unter Wert verkaufen wollte, stieg man aus den Verhandlungen aus. "Es gab zwar nachgebesserte Angebote der Saga GWG", sagt Rainer Barthel. "Aber unsere Vorstellungen gingen zu weit auseinander."

Jetzt bleibt das DRK in Lokstedt, mit anderen Interessenten sei danach nicht mehr verhandelt worden, obwohl es einen abgeschlossenen Stadtentwicklungswettbewerb gibt und das Eimsbüttler Bezirksamt den Bebauungsplan für den Wohnpark auf den Weg bringen wollte. "Wir bedauern das Scheitern auch immer noch", sagt DRK-Sprecher Barthel. Aber auch eine Hilfsorganisation könne Grundstücke nicht verbilligt abgeben. 2014 feiert der DRK-Landesverband Hamburg 150-jähriges Bestehen. Wie es aussieht, wird am Behrmannplatz gefeiert.