22.12.12

Gymnasium Hamm

"Regeln geben Schülern Halt und Orientierung"

Schulsenator Ties Rabe begrüßt klare Regeln an der Schule: "Sie geben beim Lernen und bei der persönlichen Entwicklung Halt."

Foto: Roland Magunia
Schulsenator THamburtgies Rabe
Schulsenator Ties Rabe

Hamburg. Pünktlichkeit, Disziplin und Handyverbot werden an vielen Hamburger Schulen eingefordert. Besonders konsequent fordert das Gymnasium Hamm das Einhalten dieser Regeln ein. Wie berichtet, werden dort teilweise sogar Bußgelder verhängt.

Schulsenator Ties Rabe begrüßt klare Regeln an der Schule: "Sie geben beim Lernen und bei der persönlichen Entwicklung Halt und Orientierung. Entscheidend ist, dass die Schule sorgfältig und pädagogisch angemessen auf die Einhaltung der Regeln achtet und Schüler und Eltern mit einbezieht." Das Schulgesetz und einschlägige Verordnungen ermöglichten jeder Schule, den pädagogisch richtigen Weg zu gehen.

In seltener Übereinstimmung mit dem Schulsenator weist auch Walter Scheuerl von der Initiative "Wir wollen lernen" auf die Wichtigkeit von Regeln hin. "Kinder und Jugendliche brauchen und wollen klare und verlässliche Regeln - nicht erst in der Schule, sondern schon früher", so Scheuerl. Das würde ihnen dabei helfen, kreativer und leistungsfähiger zu werden.

Gerade an den weiterführenden Schulen sei wichtig, dass die Lehrer an einem Strang zögen, wenn es um das Durchsetzen von Regeln gehe. "Jugendliche loten ihre Grenzen aus, darauf müssen alle Lehrer in gleicher Weise reagieren."

Welche Sanktionen für die Übertretung von Schulregeln in der Schulkonferenz beschlossen würden, sei Sache der Schulkonferenz. Bei finanziellen Strafen drohe allerdings die Gefahr von "Wohlstandsverwahrlosung". "Bußgelder haben den Nachteil, dass Kinder wohlhabenderer Eltern es cool finden könnten, sich ein Zuspätkommen zu erkaufen", gibt Scheuerl zu bedenken. Als Alternative schlägt er vor: Wer zu spät kommt, muss am nächsten Tag zur Frühstunde. Wichtig sei, dass die Regeln durch die Schulkonferenzen festgelegt und allen Schülern bekannt gemacht würden.

GEW-Sprecher Dirk Mescher betont, dass die Lehrer am Prozess der Regelentwicklung beteiligt werden müssten. "Es macht sonst wenig Sinn, da die Kollegen die Regeln im Alltag umsetzen müssen", sagt er. Während er pädagogische Regeln für unerlässlich hält, steht er finanziellen Strafen skeptisch gegenüber. "Die können Schüler, je nach ihren familiären Verhältnissen, unterschiedlich stark treffen."

(fru)
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