21.02.13

St. Georg

Tödliche Messerattacke im Hotel – 26-Jährige in U-Haft

In einem Hamburger Hotel kommt es zu einem Streit zwischen zwei Männern. Kurze Zeit später ist einer tot. Eine Frau gilt als verdächtig.

Von Julia Ranniko
Foto: Michael Arning
Tötungsdelikt Bremer Reihe
Trotz notärztlicher Versorgung starb der Mann auf der Treppe vor dem Hotel in der Bremer Reihe

Hamburg. Einen Tag nach den tödlichen Messerstichen auf einen 33-Jährigen in einem Hotel in Hamburg-St. Georg ist gegen eine junge Frau Haftbefehl erlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die 26 Jahre alte Frau hat nach Angaben der Polizei eine Beziehung mit einem Bekannten des Opfers. Die Männer – beide sind wegen Drogendelikten mehrfach vorbestraft - waren vor der blutigen Attacke auf dem Hotelflur in Streit geraten.

Während der Auseinandersetzung zog der 33-Jährige den Angaben zufolge ein Messer und stach mehrfach auf seinen ein Jahr älteren Bekannten ein. Daraufhin schlug die 26-Jährige dem Mann eine Flasche auf den Kopf, er ließ das Messer fallen. Mit der Waffe soll die Frau dann auf den 33-Jährigen losgegangen sein. "Zu den Hintergründen des Streits gibt es noch widersprüchliche Angaben", erklärte eine Polizeisprecherin.

Beide Männer seien als Drogendealer vorbestraft, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Am Tatort beschlagnahmten die Ermittler laut Polizei "diverse drogentypische Utensilien". Allen Beteiligten wurden Blutproben entnommen. Ob es sich um einen Streit im Drogenmilieu handelt, sei nun Gegenstand der Ermittlungen, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

In dem Hotel am Hauptbahnhof war es am Mittwochnachmittag zu der Bluttat gekommen. Nach dem Angriff hatte der 33-Jährige – gestützt von seiner Freundin – versucht, das Gebäude zu verlassen. "Dabei wurde er von dem 34-Jährigen attackiert", sagte die Polizeisprecherin. "Ob dieser dabei ein Messer einsetzte, ist noch nicht bekannt." Der 33-Jährige brach auf einer Treppe in der Nähe des Hoteleingangs zusammen und starb noch am Tatort.

Der 34-Jährige kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Nach einer Notoperation sei sein Zustand stabil, sagte die Polizeisprecherin. Er sei derzeit aber nicht vernehmungsfähig. Die 26-Jährige wurde ambulant in einer Klinik behandelt. Bei der Polizei schwieg sie zu den Vorwürfen. Die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft führen die Ermittlungen.

Erst am Sonnabend war ein 28-Jähriger in St. Georg durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Eine knappe Woche zuvor, am 10. Februar, war eine 51-Jährige in ihrer Wohnung ebenfalls in dem Stadtteil erstochen worden – vermutlich von ihrem Sohn.

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