Kinderbetreuung in Hamburg Ergebnisse des "Kita-TÜV" sollen veröffentlicht werden

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Die Qualität der Betreuung in Kindertagesstätten soll maximal alle vier Jahre untersucht werden. CDU fordert zentrale Beschwerdestelle.

Hamburg. Im Abstand von mindestens vier Jahren, bei Beschwerden auch häufiger, sollen Hamburgs Kindertagesstätten in Zukunft begutachtet und evaluiert werden. Das ist eines der Ergebnisse, die eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Sozialbehörde, des Landeselternausschusses Kindertagesbetreuung sowie Vertretern von Kitaträgern jetzt in einem Eckpunktepapier vorlegt.

Bei dem sogenannten Kita-TÜV geht es um die Frage, wie sich ein einheitliches Verfahren zur Qualitätskontrolle, beziehungsweise der Qualitätsentwicklung, in den Kindertageseinrichtungen der Stadt sinnvoll einführen lässt. Die Evaluation soll von fachlich ausgewiesenen Instituten durchgeführt werden, die rechtlich und organisatorisch unabhängig von den Dachverbänden der Kita-Träger sowie der zuständigen Fachbehörde sind. Die Ergebnisse dieser Kita-Begutachtungen sollen außerdem veröffentlicht werden, heißt es unter anderem in der Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage von Christoph de Vries, familienpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion.

"Es ist überfällig, ein regelhaftes Kontrollinstrument einzuführen, mit dem überprüft wird, ob die Kinder in einer Kita auch objektiv gut betreut werden. Außerdem muss es eine zentrale Anlaufstelle für Beschwerden von Eltern und Mitarbeitern geben, die allen Meldungen nachgeht", so de Vries. Ein solches Beschwerdemanagement entwickelt die Arbeitsgruppe zur Zeit.