08.02.13

Nabu-Projekt

Projekt "Saubere Luft in Häfen" will Emissionen mindern

Schiffsabgase gefährden die menschliche Gesundheit. Fachvertreter trafen sich zu einem Workshop zur Verbesserung der Luftqualität.

Foto: picture-alliance / dpa
Ein Kreuzfahrtschiff verlässt den Hamburger Hafen (Archivfoto)
Ein Kreuzfahrtschiff verlässt den Hamburger Hafen (Archivfoto)

Hamburg. Anlässlich des europaweiten "Jahres der Luft" hat der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) das Projekt "Clean Air in Ports" (Saubere Luft in Häfen) gestartet. "Häfen wie Hamburg tragen maßgeblich zu der Luftverschmutzung in Innenstädten bei", sagte der Nabu-Landesvorsitzende Alexander Porschke am Freitag. Deshalb sei es vordringlich, dass die Politik hier mit geeigneten Maßnahmen gegensteuere. Zu dem ersten Hafen-Workshop trafen sich knapp einhundert Fachvertreter aus Hafenwirtschaft, Reedereien, Behörden und Herstellern von Systemen zur Emissionsminderung.

Trotz europaweit geltender Grenzwerte für Luftschadstoffe entspricht die Luftqualität in Deutschland und weiten Teilen der EU laut Nabu nicht den Werten, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für gesundheitlich unbedenklich hält. Häfen würden durch das hohe Transportaufkommen entscheidend zur Luftverschmutzung beitragen. Gründe dafür seien nicht nur der hohe Güter- und Personenverkehr, sondern auch die Vielzahl an Fahrzeug- und Maschinentypen vom Containerschiff bis zum Gabelstapler.

Luftschadstoffe wie Feinstaub seien nachweislich gesundheitsgefährdend und würden zur weltweiten Klimaerwärmung beitragen, kritisierte Porschke. Auch Schwefel- und Stickoxide schädigten die Ökosysteme. Aktuelle Forschungsarbeiten würden insbesondere den Schiffsdiesel als gefährlich für menschliche Lungenzellen einstufen, sagte Prof. Ralf Zimmermann von der Universität Rostock. Hafenstädte sollten daher unverzüglich für eine Minimierung unnötiger Schiffsemissionen, zum Beispiel durch Landstromanschlüsse sorgen.

Die Workshops sollen in insgesamt sechs europäischen Hafenstädten fortgesetzt werden, darunter auch in Danzig und in Kopenhagen. Dabei sollen laut Nabu nicht nur die Probleme der Luftverschmutzung benannt werden. Vielmehr gehe es auch darum, praxisorientierte Lösungsmodelle zusammenzutragen sowie wirksame Instrumente und Techniken zur Reduzierung von Schadstoffen zu finden, sagte Nabu-Verkehrsexpertin Julia Balz.

(epd)
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