05.02.13

Essen in Hamburg

Restaurant Gourfleets: Erst Michelin-Stern, dann das Aus

Ende 2012 erhielt das Restaurant im Steigenberger Hotel unerwartet eine Auszeichnung. Doch wirtschaftlich wurde es deshalb nicht.

Von Alexander Schuller
Foto: Steigenberger/Steigenberer
Gourfleet
Die Terrasse des Gourfleet

Hamburg. Gerade noch hatte sich die Mannschaft des Restaurants "Gourfleets"im Steigenberger-Hotel an der Heiligengeistbrücke einen Michelin-Stern erkocht, jetzt entschloss sich die Frankfurter Konzernleitung zur endgültigen Schließung des Gourmet-Tempels.

Seit dem 1. Februar ist das "Gourfleets" dicht. Die sieben Mitarbeiter, unter ihnen der frischgebackene Sternekoch André Stolle, sind ab sofort freigestellt. Bis Ende April erhalten sie noch ihre vollen Bezüge. Darüber hinaus laufen Gespräche über eine eventuelle Weiterschäftigung an anderen Steigenberger-Standorten. "Die Entscheidung der Konzernleitung kam für uns letztlich sehr überraschend", sagt die Steigenberger-Sprecherin Angelika Heyer.

Offenbar hatte sich das Unternehmen bereits im vergangenen November dazu entschlossen, das Gourfleets wegen Unrentabilität zu schließen. Doch dann kam der unerwartete Ritterschlag – der Michelin-Stern – und bereits gekündigte Mitarbeiter wurden zum Teil in einer Hoppla-Hopp-Aktion wieder zurückgeholt. Der stellvertretende Restaurantleiter Philipp Reusch: "Uns wurde gesagt, die Wiedereröffnung sei nun wirklich auf Dauer angelegt." Umso bitterer sei jetzt das erneute Aus.

Angelika Heyer, Sprecherin in der Frankfurter Konzernzentrale, gibt für die endgültige Schließung ausschließlich wirtschaftliche Gründe an: "Ein Sternerestaurant hat im Gegensatz zu normalen Gastronomien extrem hohe Warenwirtschaftskosten und muss daher besonders gut ausgelastet sein, um finanziell tragfähig zu bleiben." Ob die Gastronomie der Luxusherberge zukünftig ohne Restaurant und dafür lediglich mit einem Bistro auskommen soll, ist noch nicht entschieden.

Gegen ein Restaurant spricht, dass schon das "Calla", Vorgänger des "Gourfleets", mit dem Manko zu kämpfen hatte, dass die Schwellenangst der Gäste vor Hotelrestaurants naturgemäß größer ist. Außerdem hatte die Lage des Steigenberger-Restaurants einen entscheidenden Nachteil: Es befand sich im Souterrain des Hotelkomplexes und bot dank großer Glasflächen auch einen tollen Blick aufs Fleet. Selbst der Bau einer Terrasse konnte die Zukunft des Restaurants nicht sichern.

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