01.02.13

Streit um Umbenennung

Hindenburgstraße: Senat ist skeptisch

Diskussion über den Reichspräsidenten und die Umbenennung der Hindenburgstraße geht unvermindert weiter. Senat ist skeptisch.

Foto: Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord
Die Hindenburgstraße in Hamburg
Die Hindenburgstraße in Hamburg

Hamburg . Der Senat neigt offenbar dazu, die Bestrebungen zur Umbenennung der Hindenburgstraße nicht zu unterstützen. Die Grünen erklärten am Donnerstag, sie wüssten "aus verschiedenen Quellen", dass sich der Senat am vergangenen Dienstag in seiner Vorbesprechung mit dem Thema befasst - und gegen den Vorschlag ausgesprochen habe. "Sollte das stimmen, würde der Senat den politischen Willen des SPD-geführten Bezirks Nord ignorieren", sagte Michael Werner-Boelz, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bezirksversammlung.

Nach Abendblatt-Informationen gab es am Dienstag im Rathaus in der Tat ein informelles Gespräch über Hindenburg, bei dem die Skepsis bezüglich einer Umbenennung überwog. Eine Abstimmung hat es allerdings nicht gegeben. Senatssprecher Christoph Holstein verwies darauf, dass es über Inhalte von Senatsvorbesprechungen grundsätzlich keine Verlautbarungen gebe.

Es sind vor allem die Grünen, die die Debatte über den 1934 verstorbenen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg befeuern. Er hatte am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Der Forderung nach Umbenennung der Hindenburgstraße haben sich die SPD, die FDP und die Linken im Bezirk Nord angeschlossen, die CDU ist dagegen. Am 14. Februar will die Bezirksversammlung darüber abstimmen.

Sollte es eine Mehrheit geben, würde zunächst das Staatsarchiv die Frage prüfen, abschließend entschiede eine Senatskommission darüber.

Anders verhält es sich mit der Ehrenbürgerschaft Hindenburgs, die ihm 1917 mitten im Ersten Weltkrieg zugesprochen worden war. Die Grünen wollen die Aberkennung beantragen, worüber die Bürgerschaft zu entscheiden hat. Die grüne Bürgerschaftsabgeordnete und Parteichefin Katharina Fegebank begründet den Antrag damit, dass Hindenburg heutzutage nicht mehr das "Wertefundament unserer Stadt" repräsentieren könne. "Dieser Mann war Militarist und erklärter Antidemokrat", so Fegebank. Wann sich die Bürgerschaft damit befassen wird, ist noch unklar.

(kum/fis)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. DeutschlandTödliche EpidemieViel zu wenig deutsche Ärzte bereit für Ebola-Einsatz
  2. 2. AuslandVideo im InternetIS-Terroristen steinigen Ehebrecherin öffentlich
  3. 3. PolitikLivetickerKurden berichten von Chemiewaffen in Kobani
  4. 4. WirtschaftTiefer FallDie "schwarze Kreditkarte" des Paten von Spanien
  5. 5. ImmobilienImmobilienmarktPreise für Wohneigentum sind am Wendepunkt
Top-Videos
Drogenkonsum
Kripo-Verband fordert Straffreiheit für Kiffer

Drogenkonsum soll künftig straffrei sein - So lautet die Forderung des Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter André Schulz. mehr »

Top Bildergalerien mehr
Internet

Der IT-Gipfel 2014 in Hamburg

Unfall

Schiff fährt gegen Elbbrücke

Hamburg

Unbekannte überfallen Juwelier in der City

Moorwerder

Feuerwehr rettet Stute aus Graben

Hamburg Guide mehr
Weitere Dienste alle Dienste
tb_reisemarkt.jpeg
Der Reisemarkt

Aktuelle Reise- und Urlaubsangebotemehr

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr