Arbeitnehmer Hamburger haben mehr Netto im Geldbeutel - knapp 2000 Euro

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Der Durchschnittsverdienst der Beschäftigten in der Hansestadt ist laut Statistik leicht angestiegen. Fast 34 Prozent Steuern und Abgaben.

Hamburg. Beschäftigte in Hamburg haben im Oktober 2010 durchschnittlich 2.986 Euro Brutto verdient. Nach den gesetzlichen Abzügen von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen wurden davon 1.967 Euro ausgezahlt, das sind 65,9 Prozent des Bruttoverdienstes, teilte das Statistikamt Nord am Dienstag mit. Gegenüber 2006 stieg damit der Anteil des Nettoverdienstes am Bruttolohn leicht um 1,4 Prozentpunkte. Grundlage ist den Angaben zufolge eine Auswertung der "Verdienststrukturerhebung 2010".

Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten demnach im Schnitt gut 20 Prozent weniger als Männer. 14,4 Prozent der Hamburger Beschäftigten arbeiteten 2010 für einen Niedriglohn von maximal 10,36 Euro brutto pro Stunde. 2006 waren dies noch 15,3 Prozent. 28,1 Prozent zählten zu den Besserverdienenden mit einem Stundenbruttolohn von mindestens 23,31 Euro. 2006 gehörten nur 26,4 Prozent zu dieser Lohngruppe.

Ein vollzeitbeschäftigter Mann im Alter von 45 bis 50 Jahren verdiente im Schnitt knapp 60 Prozent mehr als ein 20 Jahre jüngerer Kollege. Bei den Frauen war der entsprechende Verdienstunterschied nur halb so groß: Männer steigen nach längerer Tätigkeit öfter in Spitzenpositionen mit hohen Verdiensten auf, Frauen erreichen diese Positionen seltener.

Beschäftigte ohne Berufsbildung verdienen deutlich weniger als der Durchschnitt aller Beschäftigten. Sie erhielten nur 58 Prozent des durchschnittlichen Monatsverdienstes. Zudem konnten sie von den seit 2006 eingetretenen Lohnsteigerungen nur wenig profitieren.

Für die Verdienststrukturerhebung 2010 wurden die Daten von 175.000 Arbeitnehmern für den Berichtsmonat Oktober 2010 und für das Jahr 2010 ausgewertet. Die Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe mit mindestens zehn Arbeitnehmern.